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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 18:38

Ihre Beziehung lief hervorragend, zumindest war das so ihrer Meinung nach. Sie war gerne bei Jürgen und vermisste Frankreich zwar, aber ihre gemeinsame Zukunft war auch wichtig. Anders lief es bei Jürgen im Job. Der BVB verlor immer mehr Spiele bzw. gewann nicht mal die einfachsten Spiele. Gerade jetzt stand sie Jürgen noch mehr zur Seite. Oft kam er total gestresst nach Hause und sie konnte ihn beruhigen. Doch je weiter die Saison voranschritt, desto schlimmer wurden seine Stressattacken. „Ich möchte raus.“ Sie nickte zustimmend. Das mussten sie wirklich. Ihr Weg führte sie in den Süden Frankreichs, ihre Heimat. Lächelnd bereiteten sie ihr geplantes Picknick vor. Als sein Handy klingelte, seufzte sie leise. „Jürgen.“ Das war der hundertste Anruf diesen Monat. Jedes Mal bekam er neue Angebote. „Ich rufe dich zurück. Ich liebe dich.“ Sie lächelte nur knapp. „Und deinen Job.“ So langsam war es wirklich anstrengend. „Also was wollten sie dieses Mal?“

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 18:45

„Und deinen Job. Also was wollten sie dieses Mal?“ Er seufzte leise. Es störte sie, dass jeder Fragen hatte. Das konnte er verstehen und trotzdem musste er irgendwie im Geschäft bleiben. „Du weißt, ich habe alle Angebote abgelehnt“, murmelte er. „Aber das hier…“ Er atmete tief durch und sah ihr tief in die Augen. „Kannst du dir vorstellen, in England zu leben?“ Das Angebot von Liverpool war gut. Er konnte sogar Bedingen stellen, wie sein Berater ihm gesagt hatte. Solche Dinge waren selten und er wusste sie zu schätzen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 18:50

„Du weißt, ich habe alle Angebote abgelehnt.“ Es war ihr eigentlich ziemlich egal, welches Angebot er annehmen würde, solange es nicht ins Ausland ging. „Aber das hier…Kannst du dir vorstellen, in England zu leben?“ Sie trat einen Schritt zurück und verschränkte die Arme. „Nein, das kann ich nicht. Jürgen, wir haben mehrfach darüber gesprochen, dass das nicht in Frage kommt.“ Es ging schließlich nicht immer nur um ihn. Sie wollte erst ihr Studium beenden und das konnte sie ab jetzt nur noch innerhalb Deutschlands.

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 18:54

„Nein, das kann ich nicht. Jürgen, wir haben mehrfach darüber gesprochen, dass das nicht in Frage kommt.“ Er senkte den Blick. Dass sie sich so von ihm entfernte, hatte er nicht gewollt. Aber sie würde jetzt nicht mit sich reden lassen. „Es ist ein Katzensprung nach Deutschland und auch nach Frankreich.“ Natürlich wusste er, dass ihr Studium noch nicht abgeschlossen war. Doch er war sich ebenso sicher, dass es auch in Liverpool Möglichkeiten gab, das nachzuholen. „Ich möchte unseren Abend nicht verderben, aber ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, das Angebot anzunehmen. Es ist der einzige Verein, bei dem ich ein gutes Gefühl habe, obwohl ich noch nicht persönlich mit den Verantwortlichen gesprochen habe.“ Er hoffte, dass sie ihn verstehen würde. Diese Entscheidung wollte er nicht ohne sie treffen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 18:58

„Es ist ein Katzensprung nach Deutschland und auch nach Frankreich.“ Es ging auch nicht um die Entfernung nach Deutschland. „Ich möchte unseren Abend nicht verderben, aber ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, das Angebot anzunehmen. Es ist der einzige Verein, bei dem ich ein gutes Gefühl habe, obwohl ich noch nicht persönlich mit den Verantwortlichen gesprochen habe.“ Sie nickte. „Den hast du dir selbst verdorben.“ Sie wandte den Blick ab. „Wenn du nach England gehen willst, kannst du das tun“, begann sie leiser. „Aber dann wirst du alleine gehen.“

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 19:14

„Den hast du dir selbst verdorben. Wenn du nach England gehen willst, kannst du das tun. Aber dann wirst du alleine gehen.“ Er konnte sie nur anstarren. Das konnte sie nicht ernst meinen. „Helena“, murmelte er leise und griff nach ihrer Hand. „Kannst du mich nicht verstehen?“ Ihr Blick sagte alles und er fuhr sich hilflos durch die Haare. „Ich…wir…du hast versprochen, an meiner Seite zu sein. Ich war immer für dich da, als du im Studium nicht weitergekommen bist.“ Er schüttelte den Kopf und ging ans Fenster. Die Sonne ging langsam unter und eigentlich hätten sie jetzt unten am Meer sitzen sollen. „Für deine Prüfungen habe ich mit dir gelernt, auch wenn ich eigentlich gar keine Zeit hatte.“ Er sagte Dinge, die er später bereuen würde. Aber gerade konnte er einfach nicht verstehen, dass sie ihn so vor die Wahl stellte.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 19:19

„Kannst du mich nicht verstehen?“ Sie wollte ihm ihre Worte nicht nochmal an den Kopf hauaen. „Ich…wir…du hast versprochen, an meiner Seite zu sein. Ich war immer für dich da, als du im Studium nicht weitergekommen bist. Für deine Prüfungen habe ich mit dir gelernt, auch wenn ich eigentlich gar keine Zeit hatte.“ Das war unfair. So konnte sie auch argumentieren. „Und ich habe dich nach jeder Niederlage aufgefangen.“ Doch plötzlich wurde ihr etwas Schreckliches bewusst. „Jürgen“, begann sie leise und strich sich über den Arm. „Du kannst nicht bleiben und ich kann nicht gehen.“ Da blieb nur ein Ausweg…

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 19:22

„Und ich habe dich nach jeder Niederlage aufgefangen. Jürgen.“ Er zuckte zusammen, als sie ihn so plötzlich am Arm berührte. Sie hatte Recht und doch ging ihm England nicht mehr aus dem Kopf. Es fühlte sich genauso richtig an wie die Beziehung zu Helena. Er konnte keins von beidem aufgeben. „Du kannst nicht bleiben und ich kann nicht gehen.“ Er drehte sich zu ihr und sah sie an. Was sie meinte, war ihm klar. Aber sie konnten doch nicht alles so aufgeben. „Es scheint so“, hauchte er und doch schüttelte er den Kopf. „Es geht nicht. Ich liebe dich doch“, brach es verzweifelt aus ihm heraus, ehe er sie einfach an sich zog und küsste.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 19:26

„Es scheint so.“ Sie biss sich auf die Lippe. Irgendwie schienen sie nicht um diese Trennung herum zu kommen. „Es geht nicht. Ich liebe dich doch.“ Der Kuss drückte all ihre qualvollen Gefühle aus, die sie in diesem Moment hatte. „Ich dich auch. Aber ich will das Beste für dich, Jürgen.“ Tränen stiegen ihr in die Augen. „Doch das bin ich gerade nicht.“ Sie bremste ihn und seine große Fußballkarriere. Schnell trat sie einen Schritt zurück. „Du wirst nach England gehen.“

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 19:31

„Ich dich auch. Aber ich will das Beste für dich, Jürgen. Doch das bin ich gerade nicht. Du wirst nach England gehen.“ Er schüttelte verzweifelt den Kopf. „Du warst immer das Beste und wirst es auch immer bleiben“, widersprach er ihr und zog sie wieder an sich. Selbst wenn er nach England gehen würde, änderte das nichts an seinen Gefühlen für sie. Sein Handy klingelte und er sah nur widerwillig darauf. „Sie erwarten mich morgen“, flüsterte er und vergrub das Gesicht in ihren Haaren.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 19:50

„Du warst immer das Beste und wirst es auch immer bleiben.“ Sie fühlte sich einfach geborgen in seinen Armen, aber sein Handy unterbrach den schönen Moment. „Sie erwarten mich morgen.“ Er vergrub sein Gesicht in ihren Haaren, aber sie seufzte nur leise und schob ihn von sich. Dann wäre ihr Urlaub sowieso gelaufen. „Ich bringe dich morgen zum Flughafen.“ Sie würde mit dem Zug zurück fahren und ihre Sachen packen bzw. erst bei einer Freundin unterkommen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 20:00

„Ich bringe dich morgen zum Flughafen.“ Er sah sie traurig an. „Du musst das nicht tun.“ Er wusste, wie schmerzhaft das für sie sein musste. Doch dann fiel ihm noch etwas Anderes ein. „Muss ich…soll ich…willst du, dass ich hier schlafe?“ Er deutete auf das Sofa und schluckte. Wenn sie das verlangte, würde es ihm das Herz brechen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 20:08

„Du musst das nicht tun.“ Sie konnte seinem Blick kaum standhalten, weil es ihr so ähnlich ging. Ihre Gefühle hatten sich einfach kein Stück geändert. „Muss ich…soll ich…willst du, dass ich hier schlafe?“ Schnell schüttelte sie den Kopf. Das Sofa musste er nicht besetzen. Auch wenn es vielleicht nur noch schlimmer werden würde, wollte sie ihm nochmal nah sein. Ohne groß darüber nachzudenken, zog sie ihn mit sich auf das Bett. Die Nacht gehörte nur ihnen beiden.

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 20:18

Er war so erleichtert, als sie den Kopf schüttelte, dass er sie einfach küsste. Sie würden sich trennen, aber nicht, weil sie sich nicht mehr liebten. Das war so verwirrend. Helena schien es ähnlich zugehen und zog ihn regelrecht ins Schlafzimmer. Er spürte, dass ihre Gefühle sich keineswegs geändert hatten und sie gaben sich beide ihrer Liebe hin. Dass er ihr eine Träne von der Wange küssen musste, machte es für ihn nur noch schlimmer. Deshalb fasste er den Entschluss, dass er ihr den Abschied am Flughafen ersparen würde. „Ich liebe dich“, flüsterte er und zog sie eng an sich.
Am nächsten Morgen war er wach, bevor der Wecker klingeln konnte. Traurig sah er auf die junge Frau neben sich. Sie hatte es nicht verdient, für ihn alles aufzugeben. Deshalb war es richtig, dass sie ihr Studium beendete. Es würde ihm das Herz brechen, wenn er sie weinend am Flughafen sah. Dessen war er sich immer noch sicher. Leise stand er auf und verschwand im Bad. Seine Sachen packte er geräuschlos zusammen und stellte sie in den Flur. Als er zurück ins Schlafzimmer kam, schlief sie immer noch friedlich. Dass sie sich unter seiner Decke zusammengerollt hatte, ließ ihn lächeln. Das tat sie immer, wenn er früher aufstehen musste.
Deshalb legte er die Rose, die noch aus dem Picknickkorb stammte, auf ihr Kopfkissen. Langsam beugte er sich zu ihr und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. „Vergiss mich nicht.“ Mit einem Kloß im Hals zog er sich zurück und verließ die Wohnung, ohne sich noch einmal umzudrehen. Der Zettel auf ihrem Kissen sagte alles, was sie wissen musste.

Ich liebe dich. Für immer.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 20:34

Ihre Nacht würde sie niemals vergessen. So viel hatte sie noch nie auf einmal gespürt und obwohl sie beide wussten, auf was sie sich einließen, machten sie mit. Es würde alles nur noch viel schlimmer machen als es jetzt schon war. „Ich liebe dich auch.“ Sie wollte nicht, dass er ging. Aber es blieb ihnen beiden keine Wahl. Sein Traum war zu groß und ihrer stellte sich dem entgegen.
Als sie am nächsten Morgen vom Wecker hochschreckte, drehte sie sich bloß zur Seite. Gleich müsste sie Jürgen wegbringen. Blind tastete sie neben sich, aber da war nichts. Schnell hatte sie sich aufgesetzt und die Rose entdeckte. Der Zettel brach ihr endgültig das Herz. Er war gegangen, ohne dass sie sich verabschieden konnten. Sie weinte den ganzen Tag, ehe sie sich dazu aufraffen konnte, einen Zug zu buchen. In Deutschland wurde alles nur noch schlimmer. Ihre Wohnung musste sie aufgeben. Selbst wenn er ging, konnte sie hier nicht mehr wohnen. Nachdem sie ein paar Wochen bei ihrer Freundin gelebt hatte, zog sie in ihre eigene kleine Wohnung. Ihr Studium verlief nicht gerade gut und dann kam ihr noch etwas ganz anderes dazwischen. Zuerst wollte sie es nicht glauben, aber sie war tatsächlich schwanger und als Vater kam da nur ein Mann in Frage. Ihre Verzweiflung wurde während ihrer Schwangerschaft immer größer, aber als sie ihre kleine Lily das erste Mal in den Armen hielt, war sie nur noch glücklich. Die ersten zwei Jahre vergingen wahnsinnig schnell. Abgesehen von den Abenden, an denen sie an Jürgen dachte. Sie konnte ihn einfach nicht vergessen. Wenn sie es nicht mehr aushielt, ging sie zu Lily und beobachtete sie beim Schlafen. Ihre kleine Tochter würde sie stark machen. An einem schönen Sommerabend gingen sie beide zusammen ein kleines Stück durch den Park. „Mama, Baum“, Lily zeigte mit ihrem Finger auf die Pflanze. „Ja, toll.“ Lachend hob sie ihre Tochter auf ihre Arme und stieß dabei jemanden an. „Oh. Entschul…“ Es verschlug ihr die Sprache. Was machte Jürgen hier?

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 20:47

Er hatte den Flug über kein Wort gesprochen. Zu tief saß der Schmerz. „Ich will, dass es ihr an nichts fehlt“, erklärte er seinem Berater. Er würde wissen, wie er das anstellen sollte, denn er würde es ihm nicht sagen können. Die Arbeit mit der neuen Mannschaft lenkte ihn ab, worüber er mehr als erleichtert war. Schnell hatte er den Verein wieder auf Kurs gebracht. Zwar konnten sie in der ersten Saison noch keinen Titel holen, aber das hatte auch niemand erwartet. Dass sie im nächsten Jahr allerdings auch noch nach acht Spielen ungeschlagen waren, ließ die Hoffnungen größer werden. Das nächste Spiel in der Champions League stand an und er sah dem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie würden in Dortmund spielen. Bislang hatte das Schicksal ihn damit verschont, aber jetzt würde er erstmals wieder in seine Heimat fliegen. In den letzten zwei Jahren war er zwar öfter in Deutschland, aber nie dort gewesen. Schon als er das Flugzeug verließ, kamen alle Erinnerungen zurück. Helena würde mittlerweile ein neues Leben führen, aber er hatte sie nie vergessen. Sie wohnten in einem Hotel und doch konnte er am Abend noch nicht schlafen. Er kannte sich hier aus und würde eine Runde laufen. Vielleicht half ihm das, den Kopf abzuschalten. Rasch hatte er den Park erreicht und weitete seine Strecke immer weiter aus. In einiger Entfernung sah er eine junge Frau mit einem Kind. Lächelnd beobachtete er die beiden, wie sie über die Wiese liefen. Ohne dass er es darauf anlegte, kam er ihnen immer näher und blieb plötzlich abrupt stehen. Sie hatte sich umgedreht und er sah ihr Gesicht. „Helena“, hauchte er und schluckte. Mit allem hatte er gerechnet, aber nicht damit, sie heute Abend hier zu sehen. Trotzdem konnte er den Blick nicht von ihr lösen. Instinktiv lief er weiter und musste lächeln, wenn er sah, wie liebevoll sie mit ihrer Tochter umging. Wieder drangen neue Bilder in seinen Kopf. Zu jedem Kind gehörte auch ein Vater. Aber es freute ihn trotz allem, dass sie wieder glücklich war. „Mama, Baum.“ Die Stimme des Kindes ließ ihn lächeln. Neugierig beobachtete er die Kleine und doch schien Helena ihn nicht zu bemerken. „Oh. Entschul…“ Sie hatte nicht mitbekommen, dass er mittlerweile direkt vor ihnen stand. Nervös fuhr er sich durch die Haare. „Hey“, murmelte er.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 20:54

Sie lächelte, als er sich durch die Haare fuhr. Das machte er also immer noch, wenn er nervös war. Sie musste sich wirklich zusammenreißen, damit sie ihre Gefühle vor ihm und vor allem ihrer Tochter verbarg. „Hey.“ Lily zog an ihren Haaren. „Hey“, tadelte sie sie. „Das tut mir weh.“ Schnell vergrub sie ihr Gesicht an ihrer Schulter. „Normalerweise ist sie nicht so“, versuchte sie ein normales Gespräch zu beginnen. Als Jürgen sie nach ihrem Alter fragte, strich sie ihrer Tochter sanft über den Hinterkopf. Sie spürte, dass sie nervös war. Wenn sie Jürgen die Wahrheit sagte, würde er vielleicht darauf kommen, dass es sein Kind war. Aber sie wollte Lily nicht verlieren. Jürgen war ein einflussreicher Mann… „Ich bin so alt“, lächelte ihre Tochter und hielt ihm zwei Finger entgegen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 20:59

„Hey. Das tut mir weh.“ Er lächelte. Auch er hatte damals manchmal mit ihren Haaren gespielt. Doch schnell blendete er diese Erinnerung aus. Sie spielte keine Rolle mehr. „Normalerweise ist sie nicht so.“ Er winkte ab. „Lass sie doch. Sie ist doch noch klein.“ Es war eine indirekte Frage, aber es interessierte ihn einfach. „Ich bin so alt.“ Als sie ihm zwei Finger zeigte, musste er lächeln und gleichzeitig war ihm klar, was das bedeutete. „Dann hast du ja ziemlich schnell Ersatz gefunden“, murmelte er. Das musste die Kleine wirklich nicht hören. Er sah Helena verletzt an, ehe er sich wieder ihrer Tochter zuwandte. „Und wie heißt du?“, fragte er, während er sich ein Stück bückte, um mit ihr auf Augenhöhe zu sein.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 21:05

„Dann hast du ja ziemlich schnell Ersatz gefunden.“ Sie wandte den Blick ab. Von allen schlimmen Dingen, die er hatte sagen können, unterstellte er ihr, dass Lily nicht sein Kind war. „Und wie heißt du?“ Lily sah zu ihr auf und sie nickte ihr zu. „Lily“, kicherte sie und hielt sich dann an ihrem Bein fest. Doch jetzt musste er zuerst etwas anderes erfahren. „Komm, Lily.“ Sie hob ihre Tochter auf ihren Arm. „Ich hatte nie einen anderen Mann in unserer Zeit und auch während der zwei Jahre nicht.“ Damit drehte sie sich um und ging langsam mit Lily zurück. Dass sie ihre Tränen dieses Mal nicht zurückhalten konnte, tat ihr leid für ihre Tochter. „Mama“, murmelte diese nur traurig. „Alles gut, Lily. Mama ist nur müde.“

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 21:12

„Lily.“ Er lächelte. „Da hast du aber einen schönen Namen.“ Sie war wirklich einfach nur süß. Wie oft hatte er sich damals vorgestellt…Er verbot sich den Gedanken. Es war schon seltsam genug gerade. „Komm, Lily.“ Er richtete sich ebenfalls wieder auf. „Ich hatte nie einen anderen Mann in unserer Zeit und auch während der zwei Jahre nicht.“ Erschrocken starrte er ihr nach. Doch ehe er reagieren konnte, war sie bereits gegangen. Lily war seine Tochter. Anders konnte er Helenas Worte nicht verstehen. Aber wieso hatte sie sich dann nie gemeldet? Völlig überfordert ging er zurück ins Hotel. Immer wieder sah er das kleine Mädchen vor sich, dass ihm so vertrauensvoll erzählte, wie alt sie war und wie sie hieß. War das bei fremden Menschen normal? Oder spürte sie, dass sie mehr verband? Seufzend ließ er sich auf das Bett fallen. Seit ihrer Begegnung waren gerade einmal zehn Minuten vergangen und doch kam es ihm vor wie eine Ewigkeit. Unschlüssig spielte er mit seinem Handy und schrieb ihr schließlich doch. Wenn sie eine neue Nummer hatte, wäre es Schicksal. Aber das musste er jetzt riskieren.

Bitte kommt her, ihr Beiden. Du weißt, in welchem Hotel Mannschaften immer untergebracht sind.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 21:18

Sie weinte fast den ganzen Weg zurück zu ihrer Wohnung. Wenn eine einzige Begegnung sie so aus den Bahnen warf, war sie noch nicht über ihn hinweg. Dabei hatte sie sich das in letzter Zeit so perfekt eingeredet. Als sie plötzlich eine SMS bekam, hielt sie inne. Es war schon spät und eigentlich musste Lily schon schlafen, aber es war Freitagabend. „Wollen wir den netten Mann von eben noch einmal besuchen?“, fragte sie ihre Tochter. „Ja“, fieberte sie voller Vorfreude und so standen sie eine Viertelstunde später vor dem Hotel. „Ich würde gerne zu Jürgen Klopp.“ Der Hotelier lachte. „Das wollen sie alle.“ Wütend setzte sie sich auf das Sofa in der Lobby und schrieb Jürgen eine SMS.

Wenn mich dein Hotelier zu dir lassen würde…

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 21:27

Er bekam keine Antwort und so stieg er enttäuscht unter die Dusche. Sie hätte ihm wenigstens absagen können. Trotzdem warf er noch einen Blick auf sein Handy, als er wieder im Schlafzimmer stand. Die Nachricht, die er bekommen hatte, ließ ihn beinahe zur Tür rennen, ehe ihm einfiel, dass er sich zumindest eine Jacke überziehen sollte. Nur mit der Trainingshose wollte er nicht in der Lobby auftauchen. Kurz darauf lief er die Treppen hinunter, weil der Fahrstuhl zu lange auf sich warten ließ. Atemlos bog er um die Ecke und sah Helena auf dem Sofa sitzen. Lily lag auf ihrem Schoß und schien schon zu schlafen. „Hey“, murmelte er und schickte den Hotelier wieder weg. Das hier war seine Sache. Als Helena aufstand, nahm er ihr Lily ab. „Lass mich das machen“, bat er sie leise und konnte nicht verhindern, dass er bei ihrem Anblick lächeln musste. „Komm mit.“ Er führte sie zum Aufzug und wartete geduldig, bis die Türen sich öffneten. „Es tut mir leid“, flüsterte er und sah auf das Kind in seinen Armen, als es sich an ihn zu kuscheln schien. In seinem Zimmer legte er sie behutsam auf sein Bett und setzte sich auf die Bettkante. „Ich war eben völlig überfordert“, gestand er und streckte zögernd die Hand nach ihr aus.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 21:39

„Hey.“ Sie lächelte nur knapp. Vorsichtig hob sie ihre Tochter hoch. „Lass mich das machen.“ Verwirrt sah sie ihn an. Wollte er jetzt etwas wieder gut machen? Sie wusste es nicht, aber es war ja auch nichts dabei. Vorsichtig übergab sie ihm Lily. „Warte. Du musste sie so nehmen.“ Er war noch etwas unbeholfen, aber der Anblick trieb ihr für einen kurzen Moment wieder die Tränen in die Augen. „Komm mit.“ Sie gingen hoch auf sein Zimmer und er legte Lily auf das Bett. Schnell hatte sie sie noch zugedeckt. Ihr sollte nicht kalt sein. „Tut mir leid. Ich war eben völlig überfordert.“ Sie nickte. „Das war ich auch.“ Unsicher sah sie auf Jürgens Hand, die ihre umfasste. Sie waren kein Paar mehr und würden es auch nicht sein. „Wie läuft dein Job?“, lenkte sie vom eigentlichen Thema ab. Sie konnte einfach nicht darüber sprechen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Jürgen Klopp am Fr 9 Okt 2015 - 21:44

„Das war ich auch.“ Das konnte er sich gut vorstellen. Sie hatten wohl beide nicht damit gerechnet, sich wiederzusehen. „Wie läuft dein Job?“ Er lächelte. „Sie haben mich noch nicht rausgeworfen, also muss ich irgendetwas richtig machen.“ Ihm entging nicht, dass sie ihm auswich. Aber er konnte es ihr auch nicht verübeln. „Wartet zuhause niemand auf euch?“, fragte er dann doch. Er musste wissen, ob sie ihre Worte im Park so gemeint hatte, wie er sie verstanden hatte. Doch wieder zog Lily seine Aufmerksamkeit auf sich. „Sie ist zauberhaft“, flüsterte er und streichelte ihr vorsichtig über die Wange. Als sie sich an seiner Hand festhielt, sah er Helena erschrocken an. Irgendwie wusste er diese Geste nicht einzuordnen.

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Re: Coming Home

Beitrag von Helena de Chevallier am Fr 9 Okt 2015 - 21:52

„Sie haben mich noch nicht rausgeworfen, also muss ich irgendetwas richtig machen.“ Sie lächelte nur knapp. Das Thema hatte sie damals zu ihrer Trennung gebracht. „Wartet zuhause niemand auf euch?“ Sie sah ihn einen Moment einfach nur an. Was wollte er denn von ihr hören? „Nein.“ Doch bevor sie weiter darauf eingehen konnte, murmelte Lily irgendetwas im Schlaf. „Sie ist zauberhaft.“ Lächelnd wollte sie ihr über die Wange streicheln. Doch Jürgen hatte dieselbe Idee und die kurze Berührung jagte ihr eine Gänsehaut ein. Lily griff nach Jürgens Finger und hielt ihn fest. Sein Blick war dabei einfach nur herrlich. „Sie macht das normalerweise nicht bei Fremden. Bestimmt spürt sie, dass du etwas Besonders für sie bist.“ Sanft strich sie ihr über den Hinterkopf. „Aber was ist eigentlich mit dir und dieser Spielerfrau?“ Die Gerüchte hatten sie damals sehr getroffen. Denn sie war noch jünger als sie und ihrer Meinung nach auch noch hübscher.

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Re: Coming Home

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