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Der Titel ist nicht alles

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Di 9 Sep 2014 - 20:40

„Aber deine Gesangskünste waren mir entfallen.“ Er lachte nur und wandte sich dann dem Kaffee zu. Jogi war ihm gefolgt. Das hatte er gemerkt. „Wie kommst du eigentlich klar?“ Er drehte sich um und sah ihn fragend an. Meinte er jetzt den Kaffee? Doch dann verstand er und er hätte sich selbst für seine dümmliche Denkweise schlagen können. „Ich habe ein Konzept erarbeitet. Willst du es dir ansehen?“ Er drückte Jogi eine Tasse Kaffee in die Hand und nachdem er genickt hatte, deutete er, ihm zu folgen. In seinem Arbeitszimmer angekommen, zeigte er ihm das Regal und erklärte ihm, wie er alles angeordnet hatte. „Weißt du...ich musste da erstmal eine ganz neue Struktur reinbringen. Sonst weiß ich überhaupt nicht, was ich tun soll. Da hat man mich wirklich im Dunkeln gelassen.“ Er stellte die Tasse auf seinen Schreibtisch und holte einen Ordner hervor. „Ich habe eine komplette Mappe für deine Mannschaft bekommen.“ Er zeigte ihm einige Seiten. „Das muss ich alles durcharbeiten, weil die meisten Informationen vollkommen veraltet sind.“

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Di 9 Sep 2014 - 22:19

„Ich habe ein Konzept erarbeitet. Willst du es dir ansehen?“ Er nickte. Das interessierte ihn wirklich. „Weißt du…ich musste da erstmal eine ganz neue Struktur reinbringen. Sonst weiß ich überhaupt nicht, was ich tun soll. Da hat man mich wirklich im Dunkeln gelassen. Ich habe eine komplette Mappe für deine Mannschaft bekommen. Das muss ich alles durcharbeiten, weil die meisten Informationen vollkommen veraltet sind.“ Er seufzte und musste dann doch lächeln. „Du bist arbeitswütig wie eh und je. Pass auf dich auf“, fügte er leiser hinzu und sah ihn besorgt an. Er wusste, dass Hansi über seiner Arbeit alles vergessen konnte. „Und es ist nicht ‚meine‘ Mannschaft“, korrigierte er ihn und konnte den traurigen Blick für einen Moment nicht verbergen. Sie arbeiteten seit zwei Wochen nicht mehr zusammen, aber hatten es so viele Jahre getan. Es war einfach auch Hansis Mannschaft. Seine Jungs, wie er sie immer bezeichnet hatte.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Di 9 Sep 2014 - 22:47

Er war so froh, dass er endlich jemanden um sich hatte, der ihn und seine Arbeit verstand. Irgendwie war seine Frau da einfach der falsche Ansprechpartner. „Du bist arbeitswütig wie eh und je. Pass auf dich auf.“ Innerlich verdrehte er die Augen. Er würde schon auf sich achtgeben. Aber seine Arbeit brauchte momentan viel Aufmerksamkeit und das würde bald besser werden. Doch bis dahin brauchte er Geduld und Fleiß. Dass Jogi sich Sorgen machte, konnte er verstehen. Seine Frau bemerkte oft gar nicht, wenn er überarbeitet war bzw. er selbst auch nicht. Jogi hatte dafür ein ausgeprägtes Gespür entwickelt und auch das würde ihm fehlen. „Manchmal kann ich einfach nicht aufhören“, gab er ehrlich zu und strich sich über den Arm. Aber das lag nun mal in seiner Natur. Er war fleißig, wenn es um seinen Beruf. „Und es ist nicht ‚meine‘ Mannschaft.“ Er seufzte leise. Leider war es nicht mehr ihre gemeinsame Mannschaft. Aber seine Entschiedung war richtig. Er war einfach zu alt geworden. Das spürte er immer wieder oder eher gesagt, er bekam es zu spüren. Seine Töchter wurden so schnell älter und seine Frau hatte das ein oder andere Mal einen Spruch gebracht. „Es ist deine Mannschaft.“ Lächelnd legte er ihm eine Hand auf die Schulter. „Und die von deinem neuen Co-Trainer.“

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 1:17

„Manchmal kann ich einfach nicht aufhören.“ Er seufzte leise. Genau das war ihm schon vor Jahren aufgefallen. „Es ist deine Mannschaft. Und die von deinem neuen Co-Trainer.“ Er senkte den Blick, damit Hansi nicht sah, wie er das Gesicht verzog. Diese Vorstellung ging einfach nicht in seinen Kopf. Nicht umsonst hatte er den ersten offiziellen Auftritt in den Oktober gelegt. Er konnte nicht einfach mit jemand Neuem am Spielfeldrand stehen. Bei einem wichtigen Qualifikationsspiel nicht und bei Hansis Verabschiedung sowieso nicht. „Und die von meinem neuen Chef“, widersprach er und legte seine Hand für einen Moment auf Hansis. Es war die einzige Nähe, die er haben konnte. Und doch wollte er sich jetzt ablenken. „Ab sofort darfst du nicht mehr deine Späße auf der Tribüne machen“, ermahnte er ihn grinsend. Nie würde er die Momente vergessen, wenn Hansi sich über einige Menschen amüsiert hatte.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 14:42



~Ein gemeinsamer Abend auf der Tribüne~

„Und die von meinem neuen Chef.“ Er lachte leise und lehnte sich dann gegen den Schreibtisch. „Ist dir eigentlich bewusst, dass ich noch nicht mal zwei Wochen dein Chef bin und du schon in mein Büro zitiert wurdest.“ Den Spruch hatte er sich einfach nicht verkneifen können. Es war so merkwürdig, dass er jetzt eine Position über ihm war und es nicht mehr umgekehrt war. „Ab sofort darfst du nicht mehr deine Späße auf der Tribüne machen.“ Er nickte. Da hatte er wohl recht. Jetzt stand er den Leuten unten am Spielfeld näher als zuvor. Er würde häufig mit ihnen zu tun haben und sich dann über sie lustig zu machen, war nicht von Vorteil.

Sie hatten sich während der Sommerpause einige Spiele im Ausland angesehen. Ihr Letztes würde in London stattfinden. Ihm war so kalt gewesen, dass er sich seinen dicken Pullover angezogen hatte und noch eine Jacke darüber trug. Gemeinsam mit Jogi saß er auf der Tribüne und beobachtete das Spiel. Die Mannschaften spielten beide einigermaßen fair, nur der Schiedsrichter pfiff wegen jeder Kleinigkeit. Immer wieder schüttelte er den Kopf und auch die Trainer dort unten schienen nicht zufrieden zu sein. Doch irgendwann lenkte ihn etwas anderes ab. Ein paar Reihen vor ihn telefonierte jemand und er schnappte einige Gesprächsfetzen auf. Lächelnd sah er zu Jogi, der ebenfalls verstanden hatte, worum es ging. „Weißt du noch letztens bei der Besprechung...?“ Er erinnerte sich an den peinlichen Anruf und musste doch lachen. Als er dann weitere Teile des Gesprächs mitbekam, brach er mit Jogi in einen Lachanfall aus. Die Leute sahen sie schon fragend an, aber es interessierte ihn überhaupt nicht. Man würde ihnen schon keinen Strick daraus binden.

Er blinzelte kurz, als er bemerkte, dass er wieder einmal in seinen Gedanken versunken war. „Komm. Wir gehen zurück ins Wohnzimmer.“ Er griff nach seiner Tasse und ging dann mit Jogi wieder nach unten. Dann ließ er sich auf das Sofa fallen und seufzte leise. „Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, dass ich dein Chef sein soll. Irgendwie bist du immer noch meiner.“ Er sah seinen Freund besorgt an und hoffte, dass dieser ihn nicht für komplett bescheuert hielt.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 15:49

„Ist dir eigentlich bewusst, dass ich noch nicht mal zwei Wochen dein Chef bin und du schon in mein Büro zitiert wurdest.“ Er lachte und schüttelte den Kopf. Hansi war manchmal einfach ein Spaßvogel. Doch er gönnte es ihm. Die Ordner im Regal zeigten ihm, dass er schon wieder viel zu viel gearbeitet hatte. Silke würde das sicher auch nicht gutheißen, doch er verbot sich, ihn danach zu fragen. Sein Herz zog sich so schon unangenehm zusammen, da musste er das nicht auch noch extra heraufbeschwören. Er sah, wie Hansi blinzelte und grinste. Da war also jemand in Erinnerungen versunken. Aber ihm erging es da ja nicht anders. Wenn die Spiele nicht das hielten, was sie versprochen hatten, hatten sie sich immer Beschäftigung gesucht und Hansis Lachen war immer äußerst ansteckend gewesen. „Komm. Wir gehen zurück ins Wohnzimmer.“ Er nickte und setzte sich schließlich neben ihn. „Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, dass ich dein Chef sein soll. Irgendwie bist du immer noch meiner.“ Lachend sah er ihn an und schlug ihm gegen die Schulter. „Lass das nicht den DFB hören. Die trauen dir sonst nichts zu“, bat er ihn und zog ihn dann einfach in seine Arme. „Wir müssen uns beide mit der neuen Situation abfinden“, murmelte er und schluckte. Das war schwieriger, als er es am Anfang gedacht hatte.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 16:35

Jogi lachte und schlug ihm gegen die Schulter. „Lass das nicht den DFB hören. Die trauen dir sonst nichts zu.“ Schnell schüttelte er den Kopf. Das würde er definitiv nicht dem Verband sagen. Aber Jogi konnte er das anvertrauen. „Dann sollen sie sich mein Regal ansehen. So viel hat noch kein anderer...“ Er wurde unterbrochen, als Jogi ihn einfach in seine Arme zog. Lächelnd legte er ebenfalls seine Arme um seinen Freund. „Wir müssen uns beide mit der neuen Situation abfinden.“ Er verstärkte die Umarmung. „Wir schaffen das.“ Doch dann wurde seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt. Da gehörte etwas nicht hin. Er löste sich vorsichtig von Jogi und griff dann neben ihn und zog ein Stück Stoff zwischen den Kissen heraus. Verwirrt hielt er ein Hemd in den Händen. Was machte denn eins seiner...? Er hielt inne. Das war weder seine Größe noch vom Stil her sein Eigentum. „Wo kommt das denn her?“ Verwirrt griff er nach seinem Handy. Nervös stand er auf und lief auf und ab. Warum ging Silke denn nicht an ihr Handy? Als er dann eine Männerstimme am anderen Ende der Leitung hörte, war er entgültig irritiert. „Was machen Sie mit dem Handy meiner Frau? Ich verlange, dass Sie sie mir sofort geben.“ Doch er lachte nur gehässig. „Die schläft.“ Er legte auf und ging in die Küche. Sie betrog ihn. Es gab keine andere Möglichkeit. Und das Hemd auf dem Sofa...Sie hatten in ihrem Haus miteinander...Ihm blieb die Luft weg und er knallte das Handy wütend auf den Boden.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 16:44

„Wir schaffen das.“ Er lächelte. Egal, wie schwierig es war, Hansi war immer optimistisch. Das hatte er wirklich schätzen gelernt. Als er die Umarmung löste, lag das Lächeln immer noch auf seinen Lippen. Doch Hansi beachtete ihn gar nicht, sondern war mit einem seiner Hemden beschäftigt. „Aufräumen solltest du allerdings schon noch“, lachte er und zupfte am Ärmel des Oberteils. „Sehr schick übrigens. Seit wann trägst du sowas?“ Diese Muster kannte er nicht von seinem besten Freund. „Wo kommt das denn her?“ Verwirrt sah er Hansi an. Er wollte jetzt nicht sagen, dass es vermutlich aus seinem Kleiderschrank kam, weil er ihm eindeutig zu verwundert vorkam. Und anstatt ihm zu antworten, holte er sein Handy hervor und verschwand schließlich in der Küche. Stirnrunzelnd folgte er ihm. Er hatte gehört, wie etwas zu Boden gefallen war und das war auch nicht Hansis Art. Als er ihn sah, war er sofort besorgt. „Was ist los?“, fragte er und hob das Handy auf, um es auf den Tisch zu legen.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 17:05

Jogi folgte ihm und das erste Mal war er nicht froh darüber. „Was ist los?“ Er drehte sich zu ihm. „Silke“, knurrte er bloß und wollte ihm dann eine weitere Erklärung, da klingelte es an der Tür. „Moment.“ Während er zur Tür lief ging, versuchte er sein Herz zu verschließen. Die Vorstellung, dass ihr ein anderer Mann wichtiger war, tat einfach zu weh. Als er seine zwei Töchter vor der Tür sah, ballte er seine Hand zur Faust. Waren die nicht angeblich mit seiner Frau unterwegs? „Wo kommt ihr her?“, fragte er streng und konnte nicht verhindern, dass seine Emotionen in seiner Stimme mitspielten. „Wir haben Mama gesagt, dass wir beim Tennis sind. Das ist doch immer heute.“ Er nickte nur. Wenn er mehr auf solche Dinge hören würde, hätte er es vermutlich selbst gewusst. „Papa, was ist denn los?“, fragte ihn seiner jüngste Tochter. „Ich will, dass ihr auf eure Zimmer geht.“ Die beiden sahen ihn irritiert an, aber er wollte nicht, dass sie das mitbekamen. „Aber...“ Er wurde wütend. „Jetzt“, rief er und deutete auf die Treppe. Tatsächlich verschwanden sie und er atmete tief durch. Schnell war er in ihrem Schlafzimmer, holte einen Koffer hervor und packte Silkes Sachen hinein. Er wollte sie nicht mehr sehen und genau genommen war das hier sein Haus. Wütend riss er sich den Ring vom Finger und warf ihn ebenfalls in den Koffer.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 17:23

„Silke.“ Unweigerlich weiteten sich seine Augen. Wenn Hansi wegen seiner Frau so wütend war, musste etwas passiert sein. Trotzdem waren ihm die Zusammenhänge nicht klar. Und von Hansi bekam er keine Antwort, weil der zur Tür ging. Seufzend ließ er sich auf das Sofa fallen und nahm das Hemd in die Hand. Deshalb regte Hansi sich so auf…Ihn beschlich eine böse Vorstellung. Je mehr er darüber nachdachte, desto sicherer war er sich. Aber das konnte nicht sein. Auch wenn sich ein kleiner Teil über diesen Umstand freuen würde, war Hansi sein bester Freund und er wollte ihn bestimmt nicht leiden sehen. Als er hörte, dass laute Stimmen aus dem Flur drangen, stand er auf und ging ebenfalls dorthin. Gerade noch sah er, wie Hansi im Schlafzimmer verschwand und ihn gar nicht beachtete. Kurz zögerte er und folgte ihm dann doch. Als er sah, dass Hansi einen Koffer packte, biss er sich auf die Lippen. Dann hatte er anscheinend Recht. „Hör auf“, bat er leise und zog ihn einfach in seine Arme.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 17:41

Seine Gedanken drehten sich nur noch um diesen Kerl, der gerade vermutlich neben seiner Frau lag. Wie konnte sie ihm das antun? Er hatte viel gearbeitet in den letzten Jahren, aber deswegen hatte er ihr auch ein tolles Leben ermöglichen können. „Hör auf“, nahm er plötzlich hinter sich eine Stimme wahr und zuckte zusammen. Jogi. Er sollte das eigentlich alles gar nicht mitkriegen. Dann packten ihn zwei Arme und zogen ihn in eine feste Umarmung. Verzweifelt vergrub er sein Gesicht an Jogis Schulter. Was hatte er nur falsch gemacht? Er krallte sich in dem Hemd seines Freundes fest und konnte seine glasigen Augen nicht verbergen. Doch er gönnte sich nur einen kleinen Moment diese Schwäche. Dann schob er Jogi bestimmt von sich. „Sie wird dieses Haus nur noch betreten, um ihre Sachen zu holen“, sagte er bestimmt und packte dann auch die restlichen Sachen. Fürs erste sollte das ausreichen. Er schloss den Koffer und trug ihn nach unten und stellte ihn neben die Tür. „Katrin! Hanna! Kommt ihr bitte runter?“ Er würde ihnen nichts sagen, aber sie sollten nicht mitbekommen, wenn Silke nach Hause kam. Als sie beide vor ihm standen, musste er sich wirklich zusammenreißen. „Könnt ihr heute Nacht bei einer Freundin übernachten?“ Das wäre nicht das erste Mal gewesen. Doch das schien nicht das Problem zu sein. „Warum das denn? Kannst du mal mit uns reden?“ Er schüttelte den Kopf. „Alles zu seiner Zeit. Bitte tut mir den Gefallen.“ Mürrisch stimmten sie zu und nachdem sie das Haus verlassen hatten, ließ er sich an der Tür herunterrutschen. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Aus dem Augenwinkel erkannte er Jogi, der ihn unverwandt ansah. Traurig sah er zu ihm auf und klopfte dann neben sich.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 17:48

Er spürte, dass Hansi sich so gerne fallen gelassen hätte, sich aber zusammenriss und ihn von sich schob. „Sie wird dieses Haus nur noch betreten, um ihre Sachen zu holen.“ Er nickte stumm. Was sollte er sagen? Er konnte es ihm nicht ausreden. Selbst wenn er es wollte, hatte Hansi Recht. So sehr ihm die Ehe der beiden auch ein Dorn im Auge gewesen war, so wenig hatte er gewollt, dass sie so endete. Schweigend sah er ihm zu und blieb schließlich auf der Treppe stehen, als er mit seinen Töchtern sprach. Er hätte es ihnen direkt sagen sollen, aber das war nicht seine Entscheidung. Und dann ließ Hansi die Gefühle doch an sich heran und lehnte sich gegen die Tür. Sofort war er neben ihm und zog ihn an sich. „Es tut mir so leid“, flüsterte er und strich ihm über den Rücken. Seine Gefühle waren jetzt Nebensache. Hansi brauchte ihn und er war für ihn da.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 20:32

Jogi war zur Stelle und das rechnete er ihm hoch an. Doch dann brach plötzlich alles über ihm zusammen. Er konnte sich in Jogis Gegenwart gehen lassen, jetzt wo sie nicht mehr zusammenarbeiteten. „Es tut mir leid.“ Jogi strich ihm über den Rücken und er vergrub sein Gesicht an seiner Schulter und weinte einfach. Sie waren doch noch vor einer Woche gemeinsam essen gewesen. Er hatte nie gemerkt, dass sie anders war. Nur dieser Geruch hatte ihn gestört. Er hielt sich an Jogi fest, weil er nicht mehr wusste wohin. Silke war immer ein wichtiger Halt in seinem Leben gewesen. Er hatte sich immer erholen können, wenn er von der Arbeit nach Hause kam. Nie hatte sie sich beschwert. Natürlich hatten sie sich mal gestritten, aber sie hatten sich auch immer wieder vertragen. Was war nur passiert? „Ich war immer für sie da“, flüsterte er und weitere Tränen flossen über seine Wangen. Er fühlte sich so klein. Sie hätte ihn nicht mehr demütigen können.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 22:53

Endlich ließ Hansi seine Gefühle zu. Er spürte, wie sein Hemd nass wurde und es störte ihn kein bisschen. Viel mehr zog er ihn noch enger an sich und hielt ihn fest. Er würde ihn nicht verlassen. Das könnte er gar nicht. „Ich bin für dich da“, hauchte er ihm ins Ohr und zuckte zusammen, als seine Lippen Hansis Wange streiften. Aber der würde sich sicher nichts dabei denken. „Ich war immer für sie da.“ Er schloss die Augen. Dass er seine Worte direkt für Silke verwendete…Aber was hatte er erwartet? „Das weiß ich und es ist mir vollkommen unverständlich, wie sie das tun kann. Hansi, dich trifft überhaupt keine Schuld, ist das klar?“ Er befürchtete, dass Hansi sich Selbstvorwürfe machte und genau das hatte er nicht verdient.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 23:12

„Ich bin für dich da.“ Er konnte sich auf Jogi verlassen. Wenn niemand mehr da war...sein Freund war es immer. Auch wenn sein Herz gebrochen war, konnte er auf ihn zählen. „Das weiß ich und es ist mir vollkommen unverständlich, wie sie das tun kann. Hansi, dich trifft überhaupt keine Schuld, ist das klar?“ Er lehnte sich ein Stück zurück und strich sich verstohlen über die Wangen. Jogi würde bemerkt haben, dass er weinte. Aber deswegen musste er es ja nicht unbedingt sehen. Trotzdem konnte er sich nicht als unschuldig darstellen, wenn Silke ihn betrog. Dazu gehörten immer zwei oder wie hieß das Sprichwort? „Jogi, ich habe viel zu viel gearbeitet in den letzten Jahren.“ Das entsprach einfach der Wahrheit. „Aber sie hat nie etwas gesagt.“ Und das machte das alles noch viel schlimmer. Hätte er nicht etwas bemerken müssen. Er lehnte seinen Kopf gegen die Tür. „Vermutlich ist er viel jünger als ich...“

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 23:22

„Jogi, ich habe viel zu viel gearbeitet in den letzten Jahren.“ Er schüttelte den Kopf. Das war für ihn kein Argument. „Sie hätte etwas sagen können. Ich kenne Silke und weiß, dass sie da kein Blatt vor den Mund nimmt.“ Sie war selbstbewusst und sagte, was sie störte. Deshalb ließ er diesen Grund nicht gelten. „Vermutlich ist er viel jünger als ich…“ Er seufzte lautlos. Hansi war die neue Stelle angetreten und seine Frau betrog ihn. Für ihn kam eindeutig zu viel auf einmal. „Ich weiß, dass du nicht auf mich hören wirst, aber bitte denk nicht daran. Und wenn er ein zwanzigjähriger Muskelprotz ist…Sie hat dich nicht verdient. Du bist immer für sie da gewesen, hast ihr zugehört. Und ich kann nicht behaupten, dass du…schlecht aussiehst“, fügte er leise hinzu und hoffte, dass Hansi zu sehr in seine Gedanken versunken war, als dass er auf seine Stimme achtete.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Mi 10 Sep 2014 - 23:39

„Ich weiß, dass du nicht auf mich hören wirst, aber bitte denk nicht daran. Und wenn er ein zwanzigjähriger Muskelprotz ist…Sie hat dich nicht verdient. Du bist immer für sie da gewesen, hast ihr zugehört. Und ich kann nicht behaupten, dass du…schlecht aussiehst.“ Er lächelte, aber es war kein echtes Gefühl darin. „Vielleicht bin ich ihr zu alt geworden.“ Er zuckte mit den Schultern. Es war für ihn ja selbst schwer, eine glaubwürdige Erklärung zu finden. Gegen die Zeit konnte er allerdings nicht tun. Dabei gab er sich selbst da Mühe und hielt sich immer fit. Er hatte auch nie daran gedacht, sich eine jünger Frau zu suchen. Das kam für ihn nie in Frage. Er hatte Silke geliebt. Gedankenverloren strich er über den weißen Streifen an seinem Ringfinger. Er hatte ihn immer getragen.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Mi 10 Sep 2014 - 23:59

„Vielleicht bin ich ihr zu alt geworden.“ Er schüttelte den Kopf. „Du bist nicht alt. Außerdem ist sie auch nicht mehr die Jüngste“, erklärte er ohne Schweife. Jeder wurde älter und deshalb war das noch lange kein Grund, eine langjährige Ehe aufs Spiel zu setzen, um sich zu vergnügen. „Komm mit“, forderte er ihn auf und stand auf. Er wartete, bis Hansi seine Hand ergriff und zog ihn dann zurück ins Wohnzimmer. „Warte hier.“ Schnell war er in der Küche verschwunden und hatte die Weinflasche und zwei Gläser organisiert, die er eben dort hatte stehen sehen. „Ich fahre heute nicht mehr, weil ich dich nicht alleine lasse, und die Flasche muss leer werden.“ Natürlich war das keine Lösung, aber Hansi konnte sich auch morgen noch den Kopf zerbrechen.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Do 11 Sep 2014 - 13:32

„Komm mit.“ Er sah dankbar zu ihm auf. Jogi wusste, dass er gerade jemanden brauchte, der ihm sagte, was er tun sollte. Er ergriff Jogis Hand und der zog ihn wieder ins Wohnzimmer zurück. „Warte hier.“ Er setzte sich wieder auf das Sofa. Kurz darauf war Jogi schon wieder da und hatte eine Weinflasche und zwei Gläser in der Hand. Ein schwaches Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Silke hatte nie gerne Wein getrunken, aber sein Freund war da anders. „Ich fahre heute nicht mehr, weil ich dich nicht alleine lasse, und die Flasche muss leer werden.“ Er lächelte und zog Jogi in eine kurze Umarmung. „Ich weiß das sehr zu schätzen“, begann er leise. „Auch wenn ich dir das vielleicht nicht den ganzen Abend zeigen kann.“ Dann lehnte er sich zurück und öffnete die Flasche. Irgendwie verging die Zeit dann doch relativ schnell. Jogi erzählte von allen neuen Erlebnissen und er war froh, dass er zuhören konnte und an nichts anderes denken musste. Der Wein machte das irgendwann auch nicht mehr möglich. Die Flasche war viel zu schnell leer und er sah Jogi fragend an. „Willst du noch was?“ Er würde auf jeden Fall noch was trinken. Es ging ihm noch gut und er wollte jetzt einfach nur weiter hier sitzen, seinem Freund zuhören und Wein trinken.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Do 11 Sep 2014 - 14:18

„Ich weiß das sehr zu schätzen. Auch wenn ich dir das vielleicht nicht den ganzen Abend zeigen kann.“ Er schüttelte den Kopf. „Du bist in einer Ausnahmesituation. Ich werde dir nichts übelnehmen.“ Er wusste, dass Hansi genauso für ihn da wäre und war froh, dass er gerade heute zu ihm gefahren war. Um ihn abzulenken, erzählte er von seiner Woche. Da gab es so viel, dass es die nächsten Stunden ausfüllte. Irgendwann war die Flasche leer und Hansi sah ihn an. „Willst du noch was?“ Er war kurz unentschlossen und nickte dann. Während sein Freund eine neue Feinflasche organisierte, sah er aus dem Fenster. Er sollte sich freuen, dass Hansi nicht mehr gebunden war. Aber er konnte es nicht. Dazu litt er zu viel mit ihm mit. Denn das hatte er sich nie für ihn gewünscht. Er hatte immer nur gewollt, dass er glücklich war.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Do 11 Sep 2014 - 14:44

Jogi schien kurz unentschlossen zu sein und nickte dann doch. Also stand er auf und ging nach unten in den Keller. Er suchte seinen Lieblingswein aus. Den hatte er schon so lange nicht mehr getrunken. Billig war er allerdings auch nicht. Vermutlich war das der Grund gewesen. Kurz fiel sein Blick auf die Urkunden und Pokale an der Wand und im Schrank. Er hatte sie nie irgendwo außerhalb des Kellers hinstellen können. Seufzend ging er wieder die Treppe hinauf. Morgen würde er hier aufräumen und einige Dinge aussortieren, aber nicht jetzt. Kaum saß er wieder oben auf dem Sofa, hörte er, wie jemand den Schlüssel im Schloss umdrehte. Seine Töchter würden jetzt nich zurückkommen. „Warte hier“, wies er Jogi an und ging seiner Frau dann entgegen. „Schatz“, begann sie und hauchte ihm doch tatsächlich noch einen Kuss auf die Lippen. „Hast du getrunken? Und was macht der Koffer hier? Musst du wieder weg?“ Seine Augen waren immer schmaler geworden. „Damit du dich mit deinem neuen Lover auf unserem Sofa vergnügen kannst?“, schrie er sie an. Er war so wütend und enttäuscht. Es war ihm so egal, dass sie gerade blass wurde. „Ich...ich kann das erklären.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich will aber nichts hören. Das ist dein Koffer. Deine restlichen Sachen werde ich morgen vor die Tür stellen. Du wirst mein Haus jetzt sofort verlassen.“ Er hatte bedrohlich leise gesprochen und sie weiterhin angesehen. „Aber Hansi...“ Sie wollte ihn berühren, aber er schob sie nur von sich. „Den Rest klärt ab jetzt mein Scheidungsanwalt.“ Sie schüttelte fassungslos den Kopf. „Du spinnst wohl. Was ist mit den Kindern?“ Er ballte die Hände zur Faust. „Die sind alt genug, um selbst zu entscheiden, wo sie wohnen wollen und das hättest du dir auch vorher überlegen können.“ Dann ging er zur Tür und öffnete sie. Aber Silke ließ sich nicht darauf ein. „Ich gehe nirgendwo hin.“ Er nahm den Koffer und stellte ihn vor die Tür, dann griff er nach ihrem Arm und beförderte sie ebenfalls davor. Ihren Schlüssel gab er ihr nicht wieder. „Such dir einen anderen Idioten.“ Er knallte die Tür zu und lehnte den Kopf dagegen. Sie war weg.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Do 11 Sep 2014 - 14:51

Er hatte nur genickt und hing weiter seinen Gedanken nach. Hansis Besuch ging ihn nichts an. Doch dann hörte er, wie Hansi laut wurde und stand sofort auf. Auch wenn er nicht in den Flur gehen würde, war er in Alarmbereitschaft. Dass Silke sich wirklich noch hierher traute. Er verstand sie einfach nicht. Sie hatte den tollsten Mann an ihrer Seite und merkte es nicht. Aufmerksam lauschte er auf jedes Wort, das von der Tür drang. Würde sie etwas Falsches sagen, wäre er sofort bei ihm. Aber er meisterte die Situation und wenige Minuten später fiel die Tür laut ins Schloss. Als Hansi nach zehn Sekunden nicht wiederkam, ging er zu ihm. „Hey“, machte er leise auf sich aufmerksam und legte ihm seine Hand auf den Rücken. Das war mit Sicherheit alles andere als leicht gewesen. Aber es war richtig. Selbst wenn seine Gefühle für Hansi ihn nicht beeinflusst hätten, hätte er es so empfunden. „Kommst du mit zurück?“, fragte er und bekam ihn tatsächlich dazu, ihm zu folgen und sich wieder auf das Sofa zu setzen.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Do 11 Sep 2014 - 15:40

„Hey.“ Er zuckte zusammen. Seine Gedanken waren schon wieder überall gewesen, aber nicht bei seinem Freund. „Kommst du mit zurück?“ Er atmete noch einmal tief durch und verdrängte die Tränen. Dann nickte er und sie verzogen sich wieder auf das Sofa. Sie tranken weiter seinen Lieblingswein und Jogi erzählte ihm, was er in Zukunft geplant hatte. Irgendwann war auch die zweite Flasche leer und sein Kopf drehte sich ziemlich. „Wollen wir schlafen?“, fragte er schließlich. Jogi wollte ja unbedingt bleiben und er fand es gerade ziemlich gut, dass er für ihn da war. Er stimmte ihm zu und er taumelte mehr nach oben, als er lief. Endlich in seinem Schalfzimmer angekommen, zog er sich auch bloß die Socken und die Hose aus. Zu mehr war er gerade nicht mehr in der Lage. Dann sah er Jogi an, der ihn anscheinend beobachtet hatte. „Ja, ich schlafe so“, gab er nur von sich und verschwand dann unter der Decke, nur um festzustellen, dass sie nach Silke roch. „Das geht nicht“, murmelte er und warf das komplette Bettzeug einfach nach nebenan in das Gästebett und holte von dort eine große Decke und die beiden Kissen. Dann legte er sich wieder hin und sah zu Jogi. „Kommst du?“

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Joachim Löw am Do 11 Sep 2014 - 16:07

„Wollen wir schlafen?“ Er nickte. Mittlerweile spürte auch er den Wein. Langsam folgte er Hansi und sah ihm überrascht an, als der sich einfach auszog. Daran hatte er nun wirklich nicht gedacht. Und sofort bekam er eine Antwort. „Ja, ich schlafe so.“ Er schluckte. Bedächtig zog auch er seine Schuhe aus und wusste nicht, wie er die Nacht neben ihm verbringen sollte. Sie würden sich eindeutig viel zu nah sein. Kaum war er am Bett, stand Hansi wieder auf. „Das geht nicht.“ Der Wein allein war schuld daran, dass er nicht wusste, was er meinte. Deshalb folgte er ihm bloß, als er im Nebenzimmer verschwand und sich dort ins Bett verzog. Jetzt verstand er. „Kommst du?“ Er nickte kurz und lag wenige Minuten später neben ihm. „Schlaf gut“, murmelte er und drehte sich auf die Seite.

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Re: Der Titel ist nicht alles

Beitrag von Hansi Flick am Do 11 Sep 2014 - 16:27

„Schlaf gut.“ Er seufzte leise. „Du auch.“ Jogi hatte sich auf die Seite gedreht und sah ihn weiterhin an. Er tat es ihm gleich und einen Moment sahen sie sich einfach nur an. Leider wusste er, dass sein Freund nicht ewig bei ihm bleiben konnte und spätestens morgen Abend wieder fahren müsste. Dann wäre er alleine und davor hatte er schreckliche Angst. Er wandte sich von ihm ab, damit er seine Gefühle nicht sehen konnte. Jetzt war Jogi noch da und das sollte er wertschätzen. Irgendwann war er einfach eingeschlafen.
Am nächsten Morgen ging es ihm absolut gar nicht gut. Sein Kopf dröhnte und er brauchte dringend eine Tablette. Außerdem musste er sich im Schlaf oft hin und her bewegt haben, denn sein Hemd war nur noch durch einen Knopf verschlossen und seine eine Schulter war gar nicht mehr bedeckt. Er fuhr sich über die kurzen Haare und schlurfte dann nach unten in die Küche.

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