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Beitrag von André Schürrle am Fr 26 Sep 2014 - 23:21

André rannte, die Augen nicht vom Ball nehmend, sein Atem schnell gehend. Er war praktisch erst eingewechselt worden, hatte noch Reserven, die Toni nicht mehr hatte, wollte noch ein Tor. Allerdings gingen da die Brasilianer dazwischen, fingen den Pass ab, da konnte er noch so schnell laufen wie er wollte. Er wusste, dass es nicht mehr nötig war. Sie hatten gut gespielt, ach was, fantastisch gespielt, dennoch… er WOLLTE, hatte Blut gelegt. Und dann, dann ertönte plötzlich der erlösende Schlusspfiff, der ihn mitten in der Bewegung stoppte. Ja, für einen Moment kam der Mittelfeldspieler sich vor, als wäre er eingefroren. Das hier war einfach unbegreiflich! Schon die ganze Zeit über hatte er das Gefühl gehabt, dass dieses Spiel nicht real sein konnte und jetzt, jetzt blickte er ungläubig auf die tosenden Menge in den Rängen, auf seine feiernden Kollegen, versuchte den plötzlichen Lärm zu verstehen, wieder in das Hier und Jetzt zu finden.

Sie hatten gewonnen. Sie hatten 7 Tore geschossen. Sie waren im Finale. Sie würden in Maracana spielen. Sie konnten den Titel holen. Sie hatten Brasilien nach Hause geschickt, im eigenen Land. André fiel es schwer mit seinen eigenen Gedanken mitzuhalten und ironischerweise war es auch erst der letzte, der ihn aus seiner Starre holte. Brasilien. Sie hatten Brasilien geschlagen. Nein, nicht geschlagen, VERNICHTEND geschlagen, platt gemacht, ausgelöscht. Sein Blick wanderte automatisch zu den Spielern der bis eben noch gegnerischen Mannschaft. Er sah die Bayernspieler, die sich um Dante scharrten, dann wanderte sein Blick weiter, fand einen weinenden David, einen kaum zu tröstenden Oscar. Angesichts dieser Verzweiflung, wurde das eigene Glück für einen Moment fast nebensächlich und André verzog selbst beinahe schmerzverzerrt das Gesicht. Bevor er überlegen konnte hatten ihn seine Beine schon zu den Kollegen aus Chelsea getragen. Er schloss sie in die Arme, flüsterte Worte, die trösten sollten, aber ihren Job nicht ganz zu tun vermochten, wollte es einfach irgendwie besser machen. Dass das nicht so einfach war, nicht funktionieren würde, das war ihm fast klar, trotzdem konnte er nicht einfach gehen, konnte sie doch nicht alleine lassen.

Es war schließlich David, der ein Einsehen hatte und seinen ehemaligen Chelsea-Kollegen einfach wegschickte, zurück, zu seinen eigenen Leuten. Und kaum sah er einen strahlenden Toni, der ihm um den Hals fiel, einen lachenden Manuel, der gerade Chris drückte, einen feiernden Bastian, der mit Lukas… was auch immer machte, da kam das Strahlen zurück. Sie waren im Finale! Nicht weit von ihm stand Mats, der irgendwann ausgewechselt worden war und den er jetzt, im neugewonnen Freudentaumel einfach ansprang. „Wir haben’s geschafft, wir haben gewonnen!“

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Re: A night like this

Beitrag von Mats Hummels am Mo 29 Sep 2014 - 19:32

Er konnte kaum beschreiben, was er gefühlt hatte, als er in Belo Horizonte den Rasen betrat. Die Zuschaueranzahl konnte er nur erahnen. Es waren einfach wahnsinnig viele und die meisten sympathisierten eindeutig nicht mit Deutschland. Nervös beobachtete er die ersten Pässe. Das Spiel begann, sich zu entwickeln und deswegen versuchte er, nicht einmal an eine Niederlage zu denken. Das war ihnen schon zu oft passiert. Plötzlich setzte sich Thomas durch und erzielt das erste Tor. Sie schienen wie befreit und dann passierte Unglaubliches. Miro schoss ein Tor, Toni gleich zwei und Sami setzte noch eins nach. Der Halbzeitstand betrug 5:0 und er war völlig überwältigt. Allerdings musste er kaum nach Anpfiff der zweiten Halbzeit vom Spielfeld. Es störte ihn schon, aber so konnte Per noch einmal alles zeigen. Er spürte, wie sehr André versuchte, noch ein Tor zu schießen, aber oft aufgehalten wurde. Doch dann wurde er belohnt und traf ein erneutes Mal für Deutschland. Perfektioniert wurde der Spielstand durch ein weiteres Tor.

Der Abpfiff war nur noch reine Formsache gewesen. Sie hatten Brasilien blamiert und das tat ihm ehrlich gesagt nur einen Moment leid. Denn sie hatten auch so lange warten müssen, aber jetzt wurden sie belohnt. Endlich waren sie die Gewinner. Jetzt könnten sie Weltmeister werden. Er lief eine Zeit lang mit seinen Kollegen über das Spielfeld, ehe er plötzlich von André angesprungen wurde. „Wir haben's geschafft, wir haben gewonnen!“, rief er euphorisch. Lachend hielt er ihn fest und drückte ihn noch ein Stück enger an sich. „Du hast zwei Tore geschossen, man. Das ist doch der Wahnsinn.“ Er trug ihn ein Stück über den Rasen und setzte ihn dann wieder ab. André war ein Stück kleiner als ihr, aber er war ihm schon immer sympathisch gewesen. „Das müssen wir später unbedingt feiern, auch wenn der Chef es verbietet“, grinste er schelmisch.

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Re: A night like this

Beitrag von André Schürrle am Mi 29 Okt 2014 - 17:43

Die Euphorie hatte André so schnell ergriffen, dass er kaum wusste, was gerade mit ihm geschah. Langsam sickerte der Gedanke, dass sie ihm Halbfinale standen, immer mehr durch, auch wenn es noch immer so fucking unbelievable erschien, wie auf der Insel immer so gerne brüllte wurde, wenn man sich unbeobachtet glaubte. Das hier war wie ein Traum. Ein verdammt guter Traum! Lachend und springend und sich sogar ein wenig schwindlig fühlend ließ er sich nur zu gerne von Mats drücken und klammerte sich noch mehr an ihn, als er ihn ein Stück über den Rasen trug. Ja, er hatte zwei Tore geschossen und auch wenn André niemand war, der damit hausieren ging, war es für ihn doch ein großer Erfolg. All der Druck, der teilweise Selbstzweifel, der Trubel der Weltmeisterschaft, die harte Arbeit im Training. Endlich, endlich wurde er dafür belohnt! Dennoch konnte er gar nicht anders als das Kompliment zurückgeben. „Und du hast hammermäßig gespielt!“ Erst dann fiel ihm ein, dass es ja einen Grund gehabt hatte, warum Mats ausgewechselt worden war und auf einmal hatte er es eilig, von dessen Rücken zu kommen. „Sag mal, du sollst hier sicher nicht dein Eigengewicht durch die Gegend tragen, wir brauchen dich im Finale!“ erwiderte er fast aufgebracht, aber irgendwie immer noch lachend, denn sie hatten gewonnen und es war so schwer, ernst zu werden, auch wenn es um eine ernsthafte Sache ging, wenn man sich halbwegs betrunken fühlte vor Glück und Erleichterung und ja, auch Stolz.

Dennoch schaffte es der Chelsea-Spieler irgendwie für den Moment zu vergessen, warum er wie ein Flummi über das Feld springen wollte, auch wenn das nicht besonders einfach war, wenn man von Mannschaftskollegen umarmt und gedrückt wurde. Dennoch war sein Blick einigermaßen ernst, als er auf Mats zu ruhen kam. „Bist du ok? Ist es schlimm?“ Eine Verletzung zu dieser Zeit in der Weltmeisterschaft wäre einfach beschissen. Aber lange hielt die Sorge nicht vor, wie auch, wie gesagt, er fühlte sich betrunken, gelöst, fast ein wenig unwirklich. Fast so, als hätte er die Drinks schon intus, die Mats jetzt vorschlug. „Ich glaube nicht, dass Jogi da was dagegen haben kann. Ich meine, das MUSS doch gefeiert werden!“ Und wenn er sich so den Rest der Mannschaft betrachtete, dann waren die längst dazu übergegangen und eh so schnell nicht wieder zu beruhigen. Eben genau wie er selbst auch. Da er noch immer das Gefühl hatte, die Welt würde sich um ihn drehen und irgendetwas, irgendjemand brauchte, an dem er sich verankern konnte, klammerte er sich keine Sekunde später wieder an Mats. „Mensch, Mats, das hier ist Fußballgeschichte!“ Und auch wenn sich die anderen langsam dann doch in die Kabine zurückzuziehen schienen, brachte André es irgendwie nicht fertig, den gleichen Weg schon einzuschlagen.

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Re: A night like this

Beitrag von Mats Hummels am Sa 1 Nov 2014 - 13:26

Er spürte, wie viel André dieser Sieg zu bedeuten schien und auch ihm erging es da nicht anders. Aber zu spüren, dass er seine Glücksgefühle mit jemandem teilen konnte, war einfach herrlich. Normalerweise war er bei solchen Spielen eher bodenständig, auch wenn sie gewannen, aber dieses Mal war alles anders. „Und du hast hammermäßig gespielt.“ Er schmunzelte. Jeder hier hatte sein Bestes gegeben. Da wollte er sich nicht besonders hervorheben. Nur leider hatte sein Körper wieder darunter leiden müssen. „Sag mal, du sollst hier sicher nicht dein Eigengewicht durch die Gegend tragen, wir brauchen dich im Finale.“ Er konnte bloß lachen und André erging es nicht anders. Die Situation nahmen sie beide nicht wirklich ernst und er würde seinen Mitspieler nicht hochheben, wenn er ihn nicht auch tragen könnte. Schließlich setzte er ihn allerdings wieder auf seine eigenen Beine und widmete sich seinen Mitspielern. Besonders Thomas schien völlig abzuheben. Das Grinsen war gar nicht mehr aus seinem Gesicht zu bekommen. Er selbst wandte sich den Zuschauern zu. Eine atemberaubende Stimmung herrschte auf den Rängen. Dieses Bild würde er niemals vergessen. Beinahe verlor er sich einen Moment unter den Blicken der Fans. Er fühlte sich wieder wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal in einem Stadion war und die beeindruckende Menschenmenge um sich herum betrachtete. „Bist du ok? Ist es schlimm?“ Er zuckte zusammen. Musste André sich so an ihn heranschleichen? „Ich denke, dass das bis zum Finale wieder gehen sollte. Das hält mich aber trotzdem nicht davon ab, diesen Abend ausgiebig zu feiern.“ André stimmte ihm da zu und so wollte er schon lächelnd in Richtung der Kabinen gehen, doch hielten ihn zwei starke Arme davon ab. Sein Mitspieler schien noch lange nicht auf dem Boden angekommen zu sein. Dieses Spiel würde unvergesslich bleiben. Da hatte er Recht. „Und wir sind alle ein Teil davon und besonders du. Mit deinen Toren hast du das Spiel perfekt abgeschlossen.“ Er lehnte sich ein Stück zurück und strahlte André bloß an. Jeder durfte stolz auf sich sein und jetzt gab es nur noch ein Spiel, das sie von dem langersehnten Titel abhielt. „Vielleicht werden wir in ein paar Tagen den Pokal in der Hand halten.“ Er fuhr sich durch die Haare. Es erschien ihm, als wären sie noch soweit davon entfernt und plötzlich waren sie doch ganz nah. „Aber das können wir nicht feiern, wenn wir hier weiter rumstehen.“ Lächelnd griff er nach Andrés Arm und zog ihn mit sich in die Kabine. Die Stimmung, die ihnen dort entgegen schlug, war beeindruckend. Alle freuten sich und auch ihn steckte das an.

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