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Teach Me

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Do 12 Mai 2016 - 23:31

„Nicht so stürmisch, Herr Löw.“ Er lachte bloß. Dabei wollte er doch bloß nicht, dass sie sich erkältete. Da sie ihn ziemlich auffordernd ansah, drehte er sich um und verließ nach kurzer Überlegung das Bad. Irgendwie kam es ihm unpassend vor, bei ihr zu bleiben, während sie sich umzog. Als sie wieder nach draußen kam, hatte er bereits einige Windlichter auf dem Balkon angezündet, da es langsam anfing zu dämmern. „Also Ihnen steht das, glaube ich, besser.“ Er drehte sich um und musterte sie kurz. „Die Diskussionen heben wir uns für die Schule auf“, schmunzelte er und legte ihr eine Decke um die Schultern. „Wir wollten noch arbeiten, richtig?“ Lächelnd nickte er und setzte sich neben sie. So half ihr vielleicht auch noch seine Nähe dabei, sich wieder aufzuwärmen. „Also…ich habe hier verschiedene Angebote. Es kommt eben darauf an, wie ihr euch das Design später vorstellt…“ Während er ihr die Vorschläge zeigte, warf er immer wieder einen Blick auf sie und konnte nicht verhindern, dass sich ein Lächeln auf seine Lippen schlich.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Do 12 Mai 2016 - 23:44

Als sie den Balkon betrat, wollte sie ihm beinahe sagen, dass er romantisch sei. Aber das würde sie lieber vorerst für sich behalten. Er musterte sie und sie senkte nur etwas verlegen den Blick. „Die Diskussionen heben wir uns für die Schule auf.“ Die Herausforderung nahm sie an. „Glauben Sie mir, ich werde mit Ihnen diskutieren.“ Das hatte sie wirklich schon immer getan. Als er sich neben sie setzte, rutschte sie auch noch ein Stück näher zu ihm. Sie wollte diese Nähe zu ihm einfach und gerade war sowieso alles anders. „Also…ich habe hier verschiedene Angebote. Es kommt eben darauf an, wie ihr euch das Design später vorstellt…“ Interessiert sah sie sich die verschiedenen Abizeitungen an. „Ich finde Hardcover eigentlich ein wenig überflüssig, aber jeder bei uns will das unbedingt. Aber es ist teuer und es ist doch eine Zeitung und kein…“ Als sie bemerkte, dass er sie ansah, brach sie ab und sah ebenfalls zu ihm. Sie waren definitiv zu nah und doch lächelte er sie so vertrauensvoll an, dass sie ihm keine bösen Absichten unterstellen konnte. „…Buch“, beendete sie ihren Satz leise und ihr Blick glitt kurz zu seinen Lippen. Sollten sie sich wirklich wieder küssen? Das war einfach noch eine stärkere Grenzüberschreitung, als im Pool zu schwimmen oder sein Hemd zu tragen.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 0:04

„Glauben Sie mir, ich werde mit Ihnen diskutieren.“ Er grinste bloß. Er wusste, dass sie dieses Versprechen halten würde und er freute sich schon jetzt darauf. „Ich finde Hardcover eigentlich ein wenig überflüssig, aber jeder bei uns will das unbedingt. Aber es ist teuer und es doch eine Zeitung und kein…Buch.“ Aufmerksam hörte er ihren Ausführungen zu. Doch nach und nach schwand seine Konzentration, weil er seinen Blick nicht von ihrem Gesicht lösen konnte. Gerade wusste er auch nicht, was er sagen wollte. Da gab es gerade definitiv Dinge, die ihm wichtiger waren. Deshalb überbrückte er kleinen Abstand, der noch zwischen ihnen herrschte und küsste sie sanft.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 0:26

Die Blicke zwischen ihnen waren prickelnd genau wie die Stimmung. Als er sich näher zu ihr beugte, hielt sie den Atem an und hauchte nur noch seinen Namen. „Herr Löw.“ Der Kuss war einfach unglaublich schön und sie wusste jetzt schon, dass sie diese nicht mehr missen wollte. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf seine Brust und er zog sie weiter zu sich, sodass sie schließlich auf seinem Schoß landete. Kurz löste sie den Kuss und ließ ihn mit unter ihre Decke. Als er sie ansah, konnte sie bloß leise lachen. Das hier war wunderschön und mit nichts zu vergleichen, was sie jemals zuvor empfunden hatte. Die Abizeitung war gerade völlig unwichtig und auch wenn er ihr Schulleiter war, versuchte sie gerade nur ihn zu sehen. Mit klopfendem Herzen küsste sie ihn erneut. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, in der sie einfach nur zärtliche Küsse austauschten und an nichts dachten. Sie fühlte sich so wohl in seinen Armen, dass sie gar nicht wollte, dass diese Küsse endeten. Leider hatten sie wohl beide irgendwann keine Luft mehr und sie vergrub ihr Gesicht an seinem Hals. „Ich mag Sie, Herr Löw“, hauchte sie leise und wusste, dass es nicht ansatzweise ihre Gefühle ausdrückte.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 19:25

„Herr Löw.“ Er seufzte leise. Irgendwie passte diese Bezeichnung nicht mehr. Doch da sie ihn gerade ziemlich ablenkte, konnte er sich nicht mehr darauf konzentrieren. Als sie sich schließlich an ihn kuschelte, hielt er sie einfach nur fest. „Ich mag Sie, Herr Löw.“ Lächelnd hauchte er ihr einen Kuss auf die Stirn. „Wenn du mich nicht mehr so förmlich ansprichst, würde ich dich noch lieber mögen“, flüsterte er ihr ins Ohr. Es schien einen Moment zu dauern, bis sie die Bedeutung seiner Worte verstanden hatte. Erst dann drehte er sie auf seinem Schoß herum, sodass sie beide die Unterlagen auf dem Tisch ansehen konnte. „Ich sehe das übrigens ähnlich. Hardcover sind viel zu teuer und ihr solltet euch das wirklich gut überlegen“, erklärte er und legte seinen Kopf auf ihre Schulter.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 19:40

„Wenn du mich nicht mehr so förmlich ansprichst, würde ich dich noch lieber mögen.“ Sie brauchte einen Moment, um zu verstehen, was er ihr da gerade anbot. Verwirrt lehnte sie sich zurück, doch er drehte sie bloß herum. „Sind Sie sich sicher?“ Sie wusste nämlich nicht, ob sie dann nicht in der Schule ein gewaltiges Problem bekäme. „Ich sehe das übrigens ähnlich. Hardcover sind viel zu teuer und ihr solltet euch das wirklich gut überlegen.“ Er legte seinen Kopf auf ihre Schulter und sie strich ihm einmal lächelnd über die Wange. „Wir sollten öfter einer Meinung sein.“ Aber das würde wohl nicht wirklich oft passieren, denn dazu hatten sie einfach beide viel zu sehr ihren eigenen Kopf. Sie nahm sich eine Zeitung und blätterte sie durch. Bei den Rankings blieb sie hängen. Da gab es doch tatsächlich die Kategorie das beste Schüler-Lehrer-Paar und es lief ihr eiskalt den Rücken herunter. Sie beide waren bestimmt noch kein Paar, aber sie wollte mit sowas nicht in Verbindung gebracht werden.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 20:17

„Sind Sie sich sicher?“ Er hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Dass seine Worte an gewisse Einschränkungen gebunden waren, war ihr scheinbar nicht ganz klar. „Ja, ich bin mir sicher. Ich habe das Gefühl, dass wir öfter für derartige…Arbeitstreffen…abhalten“, murmelte er. Irgendwie wusste er gerade auch nicht, wie er ihre Treffen nennen sollte. „In diesem Rahmen finde ich das durchaus passend. Anders ist es natürlich in der Schule“, fügte er zögernd hinzu. Dort war es einfach nicht möglich, diese persönliche Anrede zu gebrauchen.
Julia blätterte durch eine Zeitung und starrte irgendwann ununterbrochen eine Seite an. Er war gerade mit etwas anderem beschäftigt, sodass es ihm erst einen Moment später auffiel. „Alles in Ordnung?“, fragte er skeptisch und warf ebenfalls einen Blick in die Zeitung. Als er sah, was sie so beschäftigte, schluckte er. Das könnte wirklich zum Problem werden. „Vielleicht wäre es möglich, dass diesen Punkt des Rankings aus eurer Zeitung rauslässt?“, fragte er leise und legte gleichzeitig die Arme enger um sie. Sie sollte ihn nicht falsch verstehen, aber es bestand durchaus die Gefahr, dass irgendjemand daraus die falschen Schlüsse zog.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 20:44

„Ja, ich bin mir sicher. Ich habe das Gefühl, dass wir öfter derartige…Arbeitstreffen…abhalten. In diesem Rahmen finde ich das durchaus passend. Anders ist es natürlich in der Schule.“ Sie lächelte bloß über die Idee, dass sie sich öfter treffen würden und ihr Herz machte einen kleinen Sprung. „Da stimme ich…dir…zu.“ Es war wirklich seltsam, ihn zu duzen. Immerhin war er immer noch ihr Schulleiter. „Alles in Ordnung?“ So richtig war es das nicht, denn dieses Ranking war gefährlich. „Vielleicht wäre es möglich, dass du diesen Punkt des Rankings aus eurer Zeitung rauslässt?“ Sie nickte. „Dafür werde ich mich einsetzen.“ Doch dann legte sie die Zeitung einfach zur Seite. „Aber nach der Arbeit braucht man auch Pause.“ Sie lehnte sich einfach gegen ihn und schloss die Augen. Hätte er sie nicht irgendwann vorsichtig berührt, wäre sie wohl eingeschlafen. Aber sie konnte hier nicht die ganze Nacht bleiben und es war wirklich schon spät. Er bot sich freundlicherweise an, sie nach Hause zu bringen und sie hauchte ihm noch einen Kuss auf die Lippen, ehe sie sein Auto verließ. Jetzt hatte sie also auch noch ein Hemd von ihm. Aber mit der Jacke darüber würde zuhause nichts auffallen.

In der nächsten Woche stand das Schulfest an und sie freute sich zusammen mit Caro schon sehr darauf. Die Schule würde den ganzen Tag ausfallen und in den ganzen Gebäuden und draußen gab es irgendwelche Stände oder Aktionen. Ihre Schule war da wirklich sehr engagiert. Sie lief einfach mit Caro über den Schulhof, denn ihren Dienst hatte sie schon in den ersten Stunden hinter sich gebracht. Die Sonne schien und sie konnte in einem Kleid durch die Schule laufen. Als sie Herrn Löw sah, schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen, doch es verschwand ziemlich schnell wieder, als sie die Frau an seiner Seite sah. Wer war das? Zu allem Überfluss legte er auch noch den Arm um ihre Hüfte und sie hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. Ihr wurde schlagartig eiskalt. Wieso hatte sie nie darüber nachgedacht, dass er vielleicht verheiratet war? Als sich ihre Blicke trafen, ließ sie ihn ihre ganze Enttäuschung spüren. Dann drehte sie sich um und ging unauffällig in Richtung der Sporthalle. Die war an so einem Tag immer offen und eigentlich war hier nie jemand. Frustriert ging sie in die Halle und warf eine Kiste mit Bällen um. Wie konnte er nur und wieso traf es sie so sehr?

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 21:54

Irgendwann musste er Julia nach Hause bringen. Es kam ihm einfach seltsam vor, wenn sie heute hierbleiben würde. Dafür war alles noch viel zu verworren. „Ich freue mich auf Montag“, lächelte er und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange, ehe er wieder nach Hause fuhr. Rational wollte er gar nicht über den heutigen Abend nachdenken.
Schon am nächsten Tag war er vollends mit den letzten organisatorischen Vorbereitungen für das Schulfest beschäftigt. Es galt, die Essens- und Getränkestände strategisch auf dem Schulgelände zu verteilen und letzte Absprachen zu treffen. In der nächsten Woche bereitete er mit den Schülern Plakate und Dekorationen vor und dann war der große Tag auch schon gekommen. Seine Nichte, die früher auch auf der Schule gewesen war, hatte sich ebenfalls angemeldet und er holte sie morgens vom Bahnhof ab, um mit ihr gemeinsam zum Fest zu fahren. „Ist Herr Schulte noch hier?“, fragte sie grinsend. Er lachte. „Ja, und er freut sich schon tierisch darauf, dir die neuesten Erkenntnisse aus dem Mittelalter zu erläutern“, erklärte er und musste an den Moment denken, als er seinem älteren Kollegen davon berichtet hatte, dass seine Nichte ebenfalls kam. Die beiden hatten sich wohl nie wirklich leiden können, was aber vorrangig an Theresas Abneigung gegen das Fach Geschichte lag. Als sie ihn für diesen Kommentar böse ansah, legte er bloß einen Arm um sie und hauchte ihr einen besänftigenden Kuss auf die Wange. „Er freut sich wirklich, dich zu sehen“, lächelte er. Doch dann erregte etwas seine Aufmerksamkeit und ein Schauer lief ihm über den Rücken. Julia stand auf der anderen Seite des Schulhofs und starrte ihn kalt an. „Ich muss kurz etwas erledigen“, murmelte er und folgte ihr, als sie zur Sporthalle lief. Als er sie betrat, kullerten ihm einige Bälle vor die Füße. Seufzend schloss er die Tür hinter sich und setzte sich neben seine Schülerin. „Ich weiß nicht, wie du das Gesehene interpretierst, aber ich garantiere dir, dass ich jedes deiner Argumente entkräften kann“, murmelte er und hob seine Hand, nur um sie im nächsten Moment wieder sinken zu lassen. Eine Berührung würde sie jetzt wohl kaum zulassen, geschweige denn überhaupt wollen.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 22:07

Sie ließ sich einfach auf die Bank fallen und eine Träne kullerte über ihre Wange. Wie konnte sie sich so in ihm getäuscht haben? Er konnte doch nicht so ein Mistkerl sein. Küsste da vor ihren Augen eine deutlich jüngere Frau. Als sie Schritte hörte, ahnte sie, dass es Herr Löw war. Ihre Traurigkeit schwang in Wut um und sie betete für ihn, dass er nicht hierher kommen würde. Er setzte sich neben sie und sie rutschte betont weit von ihm weg. „Ich weiß nicht, wie du das Gesehene interpretierst, aber ich garantiere dir, dass ich jedes deiner Argumente entkräften kann.“ Sie stand auf und griff nach einem Softball. Wütend warf sie ihn damit ab. „Sie sind so ein Scheißkerl“, schrie sie ihn an. „Es gibt überhaupt nichts zu entkräften oder zu diskutieren.“ Erneut warf sie einen Ball nach ihm. „Ich will nichts hören.“ Es machte ihr beinahe Spaß, ihn abzuwerfen. Wehtun würde ihm das nicht. Dafür wehrte er sie auch zu gut ab. „Und es ist mir scheißegal, ob Sie mein Lehrer, der Schulleiter oder der Kaiser von China sind.“ Den letzten Ball ließ sie einfach fallen und lief dann schnell in Richtung der Mädchenumkleiden. Sie setzte sich in die letzte Ecke und zog die Beine an ihren Körper, vergrub das Gesicht an ihren Knien.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 22:32

„Sie sind so ein Scheißkerl. Es gibt überhaupt nichts zu entkräften oder zu diskutieren. Ich will nichts hören.“ Den ersten Ball wehrte er noch reflexartig ab. Bei den nachfolgenden musste er sich konzentrieren, weil er gleichzeitig ihren Worten Aufmerksamkeit schenken wollte. „Würdest du mich bitte ausreden lassen?“, fragte er und wich einem Ball aus, der hinter ihm an die Wand prallte. Er konnte nur hoffen, dass jetzt niemand in die Sporthalle kam. Denn diese Situation konnte er nur schwer erklären. „Und es ist mir scheißegal, ob Sie mein Lehrer, der Schulleiter oder Kaiser von China sind.“ Sie stürmte an ihm vorbei und er war zu langsam, um sie festzuhalten. Deshalb folgte er ihr und blieb doch in der Tür stehen. Er konnte verstehen, dass sie sauer war. Allerdings hatte er gehofft, dass sich ein Vertrauensverhältnis zwischen ihnen aufgebaut hatte und sie ihm wenigstens zuhören würde. „Eigentlich bin ich gerade nichts von alldem, aber wenn Sie darauf bestehen“, murmelte er und sah sie niedergeschlagen an. Es fühlte sich falsch an, diese Distanz zu ihr aufzubauen. Aber er wusste gerade nicht mehr, was richtig war. „Theresa ist meine Nichte und ich hätte sie Ihnen gerne vorgestellt. Aber dazu ist es ja leider nicht gekommen.“ Damit verließ er den Raum und ging zurück in die Sporthalle und begann, sie aufzuräumen. Es war nicht seine Aufgabe, aber er wollte die Bälle auch nicht einfach herumliegen lassen.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 22:41

„Eigentlich bin ich gerade nichts von alldem, aber wenn Sie darauf bestehen.“ Sie sah ihn überhaupt nicht. Dass er sie so ansprach, war schon schlimm genug. Doch sie hatte gesagt, es wäre ihr egal, wer er gerade war und der hatte sich distanziert. „Theresa ist meine Nichte und ich hätte sie Ihnen gerne vorgestellt. Aber dazu ist es ja leider nicht gekommen.“ Und das sollte sie ihm jetzt glauben? Doch er ging einfach und das würde sie wirklich nicht auf sich sitzen lassen. Sie war unheimlich wütend und da geriet bei ihr so ziemlich alles außer Kontrolle. Er räumte die Bälle zusammen, aber das würde sie ihm vermasseln. „Und das soll ich Ihnen jetzt glauben? Wer sagt mir, dass Sie nicht lügen?“ Sie kannte ihn doch überhaupt nicht. Erneut stieß sie den Behälter um und wollte ihn damit bloß reizen. Als sie seinen Blick war, stellte sie fest, dass ihr das durchaus gelungen war. „Und wie hätten Sie mich überhaupt vorstellen wollen? Ach übrigens, das hier ist das kleine Flittchen, mit dem ich hin und wieder mal rummache.“ Sie war böse und unfair, aber sie war gerade auch völlig außer Kontrolle.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 22:50

„Und das soll ich Ihnen jetzt glauben? Wer sagt mir, dass Sie nicht lügen?“ Fassungslos sah er sie an. Gerade kannte er sie überhaupt nicht wieder. Dass sie den Korb mit den Bällen erneut umwarf, nahm er mit schmalen Augen zur Kenntnis. So langsam reizte auch sie ihn mehr, als sie es sollte. „Und wie hätten Sie mich überhaupt vorstellen wollen? Ach übrigens, das hier ist das kleine Flittchen, mit dem ich hin und wieder rummache.“ Er hatte das Gefühl, im falschen Film zu sein. Als sie dann auch noch erneut nach einem Ball greifen wollte, hielt er ihren Arm einfach fest. Vielleicht war es eine Spur zu fest, aber irgendwann war auch seine Geduld am Ende. „Es reicht, Frau Sommer“, knurrte er und kam ihr bedrohlich nah. „Sie wissen genau, dass ich nie solche Worte gewählt hätte. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, Sie zu kennen“, fügte er leise hinzu und wandte sich enttäuscht von ihr ab. Solch ein Verhalten hätte er ihr wirklich nie zugetraut.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 22:59

Sie wollte sich einen Ball schnappen, aber er kam ihr zuvor und hielt sie fest. „Sie tun mir weh“, beschwerte sie sich und wusste, dass sie übertrieb. „Es reicht, Frau Sommer.“ Dass er sie so förmlich ansprach, ließ sie innehalten. So hatte er sie noch nie genannt. „Sie wissen genau, dass ich nie solche Worte gewählt hätte. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, Sie zu kennen.“ Es traf sie eiskalt und sie wich bis an die Wand zurück. Dass er ihr den Rücken zudrehte, war vermutlich gerade besser. Denn als sie sich umsah, wurde ihr langsam bewusst, was sie hier angestellt hatte. Vermutlich war das alles ihre Schuld. Nein. Es war ihre Schuld. Sie ließ sich an der Wand hinabsinken. Dass ihre Gefühle so tief für ihn waren, wurde ihr gerade auf eine sehr unangenehme Art und Weise bewusst. Aber was wollte er jetzt noch von ihr? Sie war eifersüchtig und benahm sich wie ein Kind. „Es tut mir leid“, murmelte sie, vergrub ihr Gesicht an ihren Knien und weinte einfach. Der Gedanke, dass er sie hinterging, war einfach so unerträglich für sie.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Fr 13 Mai 2016 - 23:16

„Es tut mir leid.“ Er atmete einige Male tief durch, ehe er sich zu ihr drehte. Dabei war er im ersten Moment irritiert, weil sie nicht mehr dort stand. Als er sie allerdings auf dem Boden sitzen sah, traten seine eigenen Gefühle in den Hintergrund. Langsam hockte er sich neben sie und hob sie schließlich einfach hoch. In die Umkleidekabinen würde niemand kommen, aber hierher könnten sich immer Schüler verirren. In der Lehrerkabine befand sich eine Liege, auf die er sich einfach mit ihr setzte. „Ich würde dich nie hintergehen“, flüsterte er und streichelte zärtlich durch ihre Haare. Dafür war sie ihm einfach zu sehr ans Herz gewachsen. Darüber, dass seine Gefühle für sie vielleicht noch viel größer waren, wollte er gerade nicht nachdenken.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Fr 13 Mai 2016 - 23:27

Sie spürte seine Nähe und fand sich plötzlich in seinen Armen wieder. Kurz sah sie auf, als er sich mit ihr irgendwo hinsetzte. Sie waren in der Lehrerumkleide und irgendwie fühlte sie sich hier unbeobachteter. „Ich würde dich nie hintergehen.“ Dass er durch ihre Haare streichelte, beruhigte sie ein wenig und trotzdem mussten sie noch so viele Dinge klären. „Aber du könntest es und müsstest dich nicht einmal dafür rechtfertigen.“ Traurig senkte sie den Blick und stand von seinem Schoß auf. „Egal, was ich für dich empfinde, ich bin nur deine Schülerin.“ Und dieser Gedanke zerriss ihr das Herz. „Egal, wie…“ Sie atmete tief durch. Wenn das hier irgendwie funktionieren sollte, musste sie ihm das sagen. „…sehr ich mich in dich verliebt habe, du…Sie…was auch immer…bleiben mein Schulleiter.“ Gerade sah sie keinen Ausweg und sie hoffte, dass er einen sah. Denn sonst würden sich ihre Wege heute wohl trennen.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Sa 14 Mai 2016 - 0:06

„Aber du könntest es und müsstest dich nicht einmal dafür rechtfertigen.“ Er wollte ihr schon widersprechen, da stand sie einfach auf. „Egal, was ich für dich empfinde, ich bin nur deine Schülerin. Egal, wie…sehr ich mich in dich verliebt habe, du…Sie…was auch immer…bleiben mein Schulleiter.“ Bei ihren Worten zuckte er zusammen. Nie hätte er in dieser Situation mit solch einem Geständnis gerechnet. Dementsprechend überfordert war er auch. Er mochte sie, das stand außer Frage. Aber ihre Worte waren noch einmal etwas völlig anders. „Julia, ich…das…“ Er fuhr sich durch die Haare und wusste doch, dass er keine Antwort hatte. Vielleicht war es deshalb ganz gut, dass von draußen laute Geräusche zu hören waren. „Ich glaube, ich muss mich dort blicken lassen“, murmelte er.
In den darauffolgenden Wochen wahrte er die Distanz zu ihr, auch wenn es ihm schwerfiel. Er wusste nicht, wie er mit ihr umgehen sollte und hatte Angst, sich Gefühle einzugestehen, die sie unter Umständen beide in Gefahr bringen konnten. Deshalb war es vermutlich besser, alles zwischen ihnen zu beenden, bevor sie es nicht mehr konnten.
Er bereitete gerade die Klausur für seinen Deutsch-LK vor, da stürmte seine Sekretärin ins Büro, dass jemand mit einer Waffe durch die Schule lief. Es lief ihm eiskalt über den Rücken. Das war eine der Situationen, von denen er immer gehofft hatte, dass sie nie eintreten würden. Sofort ließ er sie eine Durchsage machen und eilte selbst über die Flure, um verstreute Schüler einzusammeln. Ein Mädchen aus der fünften Klasse stand plötzlich weinend vor ihm. „Ich musste…zur Toilette und plötzlich…kam die Durchsage…und jetzt…“ Er nahm sie einfach an die Hand. Gerade wollte er die Tür zu einer Klasse öffnen, um die Kleine dort abzuliefern, da eilte Julia an ihm vorbei. „Hiergeblieben“, erklärte er mit bestimmter Stimme und griff mit der anderen Hand nach ihr. Er bekam nur ihre Finger zu fassen und sah ihr einen Moment zu lange in die Augen. Im nächsten Moment fiel ein Schuss und er schob beide Schülerinnen hinter sich. Er hatte einen Eid geleistet und auch ohne ihn hätte er sich vor seine Schüler gestellt. „Da sind Sie ja“, hörte er im nächsten Moment eine Stimme, die er das letzte Mal bei der Zulassung zum Abitur gehört hatte. Damals war er noch Lehrer an einem Gymnasium in München gewesen. Julias Hand ließ er nicht los. Er musste wissen, dass sie bei ihm und in Sicherheit war. Deshalb beließ er seine Hand hinter seinem Rücken und verschränkte seine Finger unbemerkt mit ihren. „Felix“, murmelte er mit gerunzelter Stirn. Vor etwa einem Jahr hatte er ihm sagen müssen, dass er sein Abitur nicht schaffen würde. Trotzdem hatte nie gedacht, dass zu so etwas in der Lage war. „Gib mir die Waffe“, bat er ihn mit ernster Stimme und streckte eine Hand aus. Doch Felix hielt die Pistole auf ihn gerichtet und kam immer näher. „Sie haben uns immer gesagt, wir könnten schaffen, was immer wir wollen. Das waren wohl alles Lügen. Haben Sie deshalb Ihre alte Schule aufgegeben? Weil alle Ihre Lügen durchschaut haben?“ Er schüttelte den Kopf. „Das stimmt nicht und das weißt du auch. Ich habe dir damals schon gesagt, dass…“ Ein Schuss löste sich und traf eine Glasvitrine neben ihnen. Sie zuckten alle zusammen und er konnte nur beten, dass sie hier irgendwie heil herauskamen. „Sie haben keine Ahnung. Sie wissen nicht, wie es ist, wenn man…“ Er erfuhr nicht mehr, was Felix ihm zu sagen hatte, weil er im nächsten Augenblick bewusstlos zu Boden ging. Hansi stand hinter ihm und strich andächtig über das Buch in seiner Hand. „Ich wusste doch immer, dass Mathe überlebenswichtig ist“, lächelte er. Doch er sah seinem Kollegen an, wie blass er war. „Danke“, flüsterte er und nahm die Waffe an sich. Erleichtert lehnte er sich gegen die Wand und schloss einfach für einen Moment die Augen.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Sa 14 Mai 2016 - 0:27

„Ich glaube, ich muss mich dort blicken lassen.“ Er ging und sie sank einfach zu Boden und weinte. Wie konnte er nach ihrem Geständnis einfach gehen? Sie wusste nicht, wie lange sie hier gesessen und sich in ihrem Elend gesuhlt hatte, aber sie war mehr als froh, dass Caro sie fand und sie mit sich nach Hause nahm. Zuhause erzählte sie ihrer Freundin alles und sie war erleichtert, dass sie ihr beistand.
Die nächsten Wochen waren eine Qual. Sie konnte ihre Gefühle nicht leugnen, aber er konnte es sehr gut. Er schien es perfektioniert zu haben, den unnahbaren Schulleiter zu spielen und sie konnte einfach nicht mehr mit ihm reden. Ihr fehlten die Worte und jede Unterrichtsstunde war furchtbar. Sie erinnerte sie an diesen einen Abend bei ihm, dieser eine Abend, an dem alles perfekt war.
Ihre Gedanken schweiften so oft ab und so erging es ihr auch an diesem einen Tag, an dem plötzlich die Durchsage kam, dass sie sich alle in Lebensgefahr befanden. Es war gerade Pause und sie musste helfen. Die kleinen Schüler wussten es nicht besser, deswegen scheuchte sie sie alle auf die Toilette. „Ihr macht niemandem außer der Polizei oder mir die Tür auf“, predigte sie ihnen ein. Gerade wollte sie weiterlaufen, da hielt jemand sie fest. „Herr Löw“, stieß sie bloß überrascht hervor. Ein Schuss ließ sie leise aufschreien und sie entdeckte die kleine Schülerin an seiner Seite. Sie nahm die Kleine hinter sich und war überrascht, als sich ihr Schulleiter schützend vor sie stellte. Die Toilettentür war nur einen Meter entfernt und der Angreifer schien gerade Herrn Löw zu fixieren. „Geh auf die Toilette“, flüsterte sie der Schülerin zu. „Leise.“ Das hier musste sie nicht sehen. Tatsächlich schaffte sie es unbemerkt. „Da sind Sie ja.“ Verwirrt sah sie ihren Lehrer an. „Felix.“ Er kannte diesen Menschen? „Gib mir die Waffe.“ Doch er hörte nicht und als sie Felix Erklärungen hörte, war sie schockiert. Er hatte es nur auf Herrn Löw abgesehen. Sie drängte sich eng an ihn und es war ihr egal, was zwischen ihnen war oder nicht war. Er beschützte sie und sie stand in jeder Hinsicht hinter ihm. „Das stimmt nicht und das weißt du auch. Ich habe dir damals schon gesagt, dass…“ Ein Schuss wurde abgefeuert und sie betete, dass Herrn Löw nichts passiert war. Sie hatte Angst um ihn. Todesangst. Und wenn das hier vorbei sein sollte, wollte sie ihm noch eine Sache sagen… „Ich liebe dich“, flüsterte sie und drückte seine Hand noch fester. Plötzlich gab es einen dumpfen Aufprall und sie schloss die Augen. Doch dann löste Herr Löw sich von ihr und sie sah, dass der Angreifer bewusstlos auf dem Boden lag. Herr Flick hatte ihnen wohl das Leben gerettet. Gerade war ihr das allerdings egal. Ihre Knie gaben eh schon beinahe nach, deswegen warf sie sich zitternd in die Arme ihres Schulleiters. Er konnte ihre Gefühle nicht ständig abweisen.

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Sa 14 Mai 2016 - 0:37

„Ich liebe dich.“ Diese Worte waren zu ihm durchgedrungen, obwohl er sich nur auf seinen ehemaligen Schüler konzentrierte. Er merkte, wie falsch er sich verhalten hatte, als sie sich einfach in seine Arme warf. „Ich bin da“, flüsterte er und zog sie eng an sich. „Niemand wird dir etwas tun. Ich passe auf dich auf.“ Eigentlich wollte er ihr etwas völlig anderes sagen, doch das war in der Gesellschaft ihres Retters nicht möglich. Außerdem musste er Julia erst einmal beruhigen. „Kümmere dich um sie. Ich regel hier alles“, erklärte Hansi und schon von weitem hörte er, dass die Polizei nicht mehr weit war. Er nickte und legte Julia einen Arm um die Schulter, um sie von diesem Ort weg zu führen. „Und danke. Ohne dich wäre das vermutlich anders ausgegangen.“ Schweigend stützte er seine Schülerin, bis sie in seinem Büro ankamen. Er kannte die Wege wie im Schlaf und konnte so ununterbrochen auf sie heruntersehen. Er war ein riesiger Idiot gewesen. Und genau das musste er auch ihr endlich sagen. Leise schloss er die Tür hinter sich und nahm Julias Gesicht in seine Hände. „Ich war so blöd“, flüsterte er und beugte sich langsam zu ihr, um sie in einen erleichterten und gleichzeitig völlig verzweifelten Kuss zu verwickeln.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Sa 14 Mai 2016 - 8:01

„Ich bin da. " Sie drängte sich nur noch enger an ihn. Gerade müsste sie einfach spüren, dass ihnen beiden nichts passiert war. „Niemand wird dir etwas tun. Ich passe auf dich auf.“ Das Zittern ihres Körpers hörte gar nicht mehr auf, aber seine Worte waren so beruhigend, dass sie zumindest nicht mehr das Gefühl hatte, ohnmächtig zu werden. Sie bekam gar nicht mehr richtig mit, was Herr Löw und Herr Flick miteinander besprachen. Ihre Angst um ihren Lehrer war immer noch viel zu präsent. Der Schulleiter legte einen Arm um sie und stützte sie bis zu seinem Büro. Sie hatte wirklich noch wackelige Beine und das Zittern war auch nicht verschwunden. Herr Löw sah sie die ganze Zeit an, aber sie konnte sich gerade nur auf den Weg konzentrieren. In seinem Büro lehnte sie sich gegen seinen Schreibtisch, weil sie einfach Halt brauchte. Ehe sie etwas tun oder sagen konnte , kam er zu ihr und umfasste ihr Gesicht. „Ich war so blöd." Als er sie küsste, waren ihre Gefühle noch viel präsenter und sie zog ihn noch weiter zu sich. Eine Mischung aus Angst, Freude und Erleichterung lag in ihrem Kuss. Hatten sie beide eine Zukunft? Irgendwann löste sie sich aus dem Kuss und lehnte sich gegen ihn. Plötzlich wurde ihr bewusst, was sie ihm da eben gesagt hatte und sie spannte sich an. "Also wegen dem, was ich da eben gesagt habe... War das zu viel?" Es hatte zu dieser Situation gepasst, weil alles so emotional war, aber jetzt kam es ihr seltsam vor. Sie kannten sich doch gar nicht. "Ich weiß nur, dass ich nicht wieder so tun will, als wärst du nur mein Schulleiter." Das wäre nach diesem Ereignis einfach schrecklich, denn das hatte sie verbunden. Und dann würde ihr noch etwas bewusst und sie senkte den Blick. "Du hast...dich einfach vor mich gestellt. Er hätte dich umbringen können." Dass ihr bei dem Gedanken langsam die Tränen über die Wangen rollten, konnte sie nicht verhindern. 

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Mo 16 Mai 2016 - 14:12

„Also wegen dem, was ich da eben gesagt habe…War das zu viel? Ich weiß nur, dass ich nicht wieder so tun will, als wärst du nur mein Schulleiter. Du hast…dich einfach vor mich gestellt. Er hätte dich umbringen können.“ Er zog sie eng an sich und streichelte ihr immer wieder über den Rücken. „Shhh“, murmelte er, während er sanfte Küsse auf ihr Gesicht hauchte. „Das eben war eine Ausnahmesituation. Aber ich bin nicht nur dein Schulleiter“, flüsterte er. Und er wollte es auch gar nicht sein. Das war ihm in den letzten Minuten mehr als bewusst geworden, nachdem es zuvor immer nur eine leise Ahnung gewesen war. „Und ich werde dich immer beschützen“, versprach er ihr mit bestimmter Stimme und legte seine Lippen für einen gefühlvollen Kuss auf ihre.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Mo 16 Mai 2016 - 14:25

Er streichelte immer wieder über ihren Rücken und doch konnte sie sich nur langsam wieder beruhigen. Sie lebten beide und das musste erstmal in ihrem Kopf ankommen. „Shhh.“ Sie schloss einfach die Augen, als er ihr Gesicht küsste. Er war so sanft und vorsichtig und sie sollte sich wirklich so langsam wieder beruhigen. „Das eben war eine Ausnahmesituation. Aber ich bin nicht nur dein Schulleiter.“ Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Er nahm ihr ihre Worte nicht übel und gestand sich ein, dass er mehr für sie war. Mehr verlangen konnte sie nun wirklich nicht. „Und ich werde dich immer beschützen.“ Seine Stimme war so klar, dass sie keine Zweifel an seiner Aussage hatte. Den Kuss erwiderte sie genauso gefühlvoll und sie drängte sich noch weiter an ihn. Er war immer noch ihr Schulleiter und würde es auch noch eine ganze Weile bleiben, aber er war für sie auch etwas anderes. Die andere Beziehung, die sich zwischen ihnen entwickelte, mussten sie wohl beide erst neu kennenlernen. Aber sie wird schön werden. Da war sie sich sicher. Jetzt wollte sie allerdings erst noch etwas anderes klären. Vorsichtig löste sie sich von ihm und suchte seinen Blick. Auch wenn er eine unglaubliche Ruhe ausstrahlte, spürte sie auch seine Erschöpfung. „Ich möchte heute bei dir bleiben.“

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Re: Teach Me

Beitrag von Joachim Löw am Mo 16 Mai 2016 - 14:37

„Ich möchte heute bei dir bleiben.“ Er zog sie eng an sich. Darüber hätte er auch nie mit ihr diskutiert. „Ich werde dich heute Nacht nicht einmal loslassen“, murmelte er und griff nach ihrer Hand. Der Schrecken war zwar vorüber, aber sie brauchten beide die Bestätigung, dass ihnen nichts geschehen war. Und obwohl er erst zur dritten Stunde hatte kommen müssen, fühlte er sich völlig erschöpft. Dafür waren die Ereignisse einfach zu nervenaufreibend gewesen. „Kann ich dich zehn Minuten alleine lassen? Dann sehe ich einmal nach dem Rechten und kläre den Ablauf in den nächsten Tagen.“ Denn dass kein geregelter Unterricht stattfinden würde, war ihm jetzt schon klar. Auch wenn Julia nickte, merkte er, dass sie ihm nur halbherzig zustimmte. Deshalb zog er sein Jackett aus und hüllte sie darin ein. „Dann bin ich vielleicht irgendwie noch bei dir“, versuchte er sich zu erklären und fuhr sich durch die Haare. Irgendwie wirkte sein Verhalten ziemlich kitschig, aber notfalls schob er es einfach auf das Passierte.

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Re: Teach Me

Beitrag von Hansi Flick am Mo 16 Mai 2016 - 14:44

Er würde diesen Tag niemals vergessen, an dem ein Irrer plötzlich mit einer Waffe durch seine Schule rannte. Während er seiner siebten Klasse erklärte, was sie zu tun hatten, kramte er schon seinen Schlüssel hervor. „Ich schließe jetzt von außen ab und ihr lasst nur mich wieder in diesen Raum und ihr öffnet auch nur mir ein Fenster. Sonst versteckt euch hinter den Tischen. Bleibt ruhig. Es wird euch nichts passieren.“ Damit verließ er den Raum und schloss die Tür ab. Auch wenn er sich in Gefahr brachte, musste er jetzt erst den restlichen Schülern helfen. Ein paar Jüngeren half er, sich zu verstecken. Plötzlich hörte er einen Schuss und zuckte zusammen. Das konnte nur oben vor Herrn Löws Büro sein. Leise schlich er sich an und beobachtete die Situation. Der Angreifer hatte ihn noch nicht gesehen. Doch plötzlich entdeckte er eine weitere Person. Was machte Caroline hier? Sie sollte sich doch verstecken. Als sie ihn erblickte, hielt er sich einen Finger vor den Mund und sah sich dann um. Da lag doch tatsächlich ein einsames Mathebuch auf dem Tisch. Er griff danach und schlich sich dann leise an den jungen Mann heran. Mit voller Wucht haute er ihm das Buch auf den Hinterkopf und der Angreifer ging zu Boden. „Ich wusste doch immer, dass Mathe überlebenswichtig ist.“ Den Spruch musste er gerade bringen. Außerdem konnte er immer noch nicht wirklich begreifen, was hier gerade passiert war. „Danke.“ Er lächelte. Das hätte er sicher auch für ihn getan. Als er sah, dass Julia sich an Herrn Löw klammerte, erkannte er allerdings das Ausmaß, dass das hier hätte nehmen können. „Kümmere dich um sie. Ich regel hier alles.“ Er würde allen Entwarnung geben und die Polizei hereinlassen. Zuerst lief er ins Sekretariat und ließ eine Durchsage machen und die Polizei verständigen. „Er ist oben“, teilte er den Polizisten mit, die an ihm vorbeistürmten. Dann entdeckte er Caroline, die auch ziemlich blass in einer Ecke saß. Aber er brauchte sie jetzt und es würde sie sicherlich ablenken. „Frau Kramer“, sprach er sie leise an und hockte sich vor sie. „Ich weiß, das ist schlimm, aber ich brauche jetzt ihre Hilfe. Bitte kontrollieren sie sämtliche Toiletten dieser Schule und entwarnen sie die Schüler, die sie dort antreffen. Ich habe sie dorthin geschickt. Sie sollen alle in die Aula kommen. Keiner verlässt das Schulgelände.“ Sie nickte und er klopfte ihr anerkennend auf die Schulter. „Sehr gut, Frau Kramer. Auf Sie kann man sich verlassen.“ Dann musste er allerdings selber los und die Schüler in die Aula schicken.

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Re: Teach Me

Beitrag von Julia Sommer am Mo 16 Mai 2016 - 14:57

„Ich werde dich heut Nacht nicht einmal loslassen.“ Sie lachte leise und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. Dieser Moment war etwas Besonderes, auch wenn sie zuvor etwas so Schreckliches erlebt hatten. „Kann ich dich zehn Minuten alleine lassen? Dann sehe ich einmal nach dem Rechten und kläre den Ablauf in den nächsten Tagen.“ Sie nickte, auch wenn sie jetzt lieber bei ihm geblieben wäre. Er hatte jetzt die Verpflichtung, das alles zu organisieren. „Dann bin ich vielleicht irgendwie noch bei dir.“ Lächelnd schlüpfte sie in sein Jackett und machte sich ein kleines bisschen größer. „Wie wichtig ich plötzlich wirke.“ Sanft hauchte sie ihm noch einen Kuss auf die Lippen. „Danke. Später bringe ich dir dein anderes Jackett auch wieder mit.“ Sie ging zur Tür und fühlte sich eindeutig sicherer in seinen Sachen. „Aber das Hemd behalte ich noch.“ Damit verließ sie den Raum und sah, wie sie gerade den Täter verarzteten. Auch Herr Löw stand ziemlich schnell hinter ihr und sie streifte noch einmal seine Hand, ehe sie die Treppen nach unten eilte. Auf dem Weg begegnete sie Caroline. „Alle Schüler sollen in die Aula. Anweisung von Herr Flick.“ Sie drehte sich kurz um, aber auch Herr Löw schien das mitbekommen zu haben. Deswegen machte sie sich auf den Weg in die letzte Ecke des Schulgebäudes und suchte auch da noch nach Schülern.

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